Meininger Bade-Spaß Einsames Entchen holte sich den Sieg

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Spiel, Sport und Spaß erwartete die Familien am Sonntagnachmittag hinter dem Meininger Schlossrundbau im Schlosspark. Obwohl die Hitze so manchem Erwachsenen zu schaffen machte, waren ihre Sprösslinge beim Werra-Bade-Spaß- nicht zu bremsen.

Das Entenrennen ist immer wieder ein Highlight in den Sommermonaten – beim traditionellen Werra-Bade-Spaß zum Stadtfest. Und das nicht nur für die Kinder, denn auch die Erwachsenen fiebern eifrig mit, ob vielleicht ihre Ente den Sieg einheimst. Kurz vor 16 Uhr waren am Sonntag 674 Entchen verkauft, die in großen Boxen auf ihre Befreiung warten mussten, bis sie sich – unten den Argusaugen von Bürgermeister Fabian Giesder – mit ein wenig Starthilfe der Wasserfreunde über die Bogenbrücke in die Werra stürzten. Die Wasserfreunde hatten für dieses Ritual natürlich wieder ihr traditionellen gestreiften Schwimmanzüge angezogen.

Lahme Enten

Der Pulk der kleinen gelben Gummitiere wollte sich anfangs gar nicht auflösen, denn die Strömung war gering. Manche legten sogar eine Pause am Ufer ein, um neue Kraft zu tanken. Nach etwa zwanzig Minuten schaffte es die erste einsame Ente ins Ziel, während sich die Restlichen noch viel Zeit ließen. Eine nervliche Zerreißprobe – gerade für die vielen kleinen Zuschauer – die sehr aufgeregt waren, ob es ihr Entchen unter die ersten dreißig schafft. Dreißig Preise waren nämlich zu vergeben. Gesponsert von vielen Meininger Geschäften, wie Jan Tirschmann vom Meininger Schwimmverein „Wasserfreunde“ auf Anfrage mitteilte.

Später zur Siegerehrung wurde dann klar, dass die Ente mit der Nummer 159 die schnellste und tapferste war. Schließlich hatte sie sich von ihrer Familie getrennt, um einem Mädchen einen Gutschein über zwanzig Euro zu bescheren, den dann die Eltern bei einer beliebigen Veranstaltung einlösen können. Tatsächlich landeten nur junge Enten-Patinnen mit ihrem Badetierchen unter den ersten Drei. Den zweiten Platz holte sich Ente 57, die ihrer Patin Tickets für eine Theatervorstellung einbrachte, dicht gefolgt von der Nummer 127 mit einem Fahrradschloss „im Gepäck“.

Mitmachprogramm

Vor- und nach diesem Ereignis, konnten sich die Kleinen nach Herzenslust im Park austoben, wo sich viele Sportvereine mit Mitmachprogrammen vorstellten. Angesichts der hohen Temperaturen waren die Schattenplätze unter den Bäumen rar und begehrt. Aber die Kinder hielt es sowieso nicht auf den Sitzplätzen. Ob ein Brand zu löschen war mit der Wasserspritze der Feuerwehr, das Tempo eines Balles mit einem Geschwindigkeitsmesser bestimmt sein wollte oder einfach die Hüpfburg dazu animierte, darauf herumzuklettern – für jeden Geschmack war etwas dabei. Der Kegelverein setzte auf Konzentration, der Radsportverein auf Geschwindigkeit, die Wasserwacht auf das Interesse an Gerätschaften. Für die Abkühlung sorgten der Kanuverein und ein Eiswagen, vor dem zu jeder Zeit eine lange Schlange stand. Wer aber hoch hinauswollte, der war beim Alpenverein goldrichtig. Mit einem Seil konnten sich die Mutigen über die Werra gleiten lassen – professionell gesichert, versteht sich. Genauso viel Mut brauchte es sicher auch, sich auf das riesige Pferd des Reitvereins vor dem Marstall zu setzen.

Wer nach all dem Sport und Spaß noch hungrig war, bekam eine Stärkung am Kuchen- oder Bratwurststand und konnte das Bühnenprogramm „Mei ningen singt“ mit der Musikschule Götz aus Walldorf oder den Tanzeinlagen der AWO-Jugendarbeit genießen. Kleine und größere musikalisch und tänzerisch Begabte zeigten ihr Können und wer wollte, durfte die Akteure gern selbst beim Musizieren unterstützen. sim

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