Meiningen - Das Corona-Virus hat den Sächsischen Hof, das erste Hotel am Platze, hart getroffen. Bis heute läuft es nur im Schmalspurbetrieb. "Ich hätte eher mit einem Erdbeben in Meiningen gerechnet als mit so etwas", sagt Jens Karger. Er ist Geschäftsführer der Solewerk Hotel GmbH, die das renommierte Haus seit zweieinhalb Jahren betreibt. Das Unternehmen begann bald nach der Übernahme mit der Renovierung des Hotels, schmiedete viele Pläne und blickte hoffnungsfroh in die Zukunft. Doch dann ließ ein unsichtbares Virus im März die Lichter ausgehen. Auf behördliche Anweisung schlossen alle Gaststätten und Hotels in Thüringen. Karger musste die rund 30 Voll- und Teilzeitmitarbeiter in Kurzarbeit schicken und bangte um die Zukunft des Hauses. Es gab keine Einnahmen mehr, aber es fielen weiter hohe monatliche Zahlungsverpflichtungen an. "Wir mussten rund eine Viertelmillion Euro aufbringen und standen kurz vor der Zahlungsunfähigkeit", beschreibt der Geschäftsführer die bedrohliche Situation. Nur dank eines recht dicken Finanzpolsters kam das Unternehmen durch die harte Zeit, das in Bad Salzungen noch das Solewerk-Hotel betreibt.
Meiningen Zahlungsunfähigkeit gerade so verhindert
Marko Hildebrand-Schönherr 14.08.2020 - 18:26 Uhr