Meiningen - "Wir wollen der Stadt ein Stück kulturelle Normalität zurückgeben." Das sagt Winfried Wiegand, der Direktor der Meininger Museen. Und er spricht damit wohl vielen Menschen aus dem Herzen, die in Corona-Zeiten in Meiningen die Seele der Kunst- und Kulturstadt so schmerzhaft vermissen. Schon seit Wochen findet nichts mehr statt. Auch die Mussen schlossen bereits am 18. März ihre Pforten. "Es ist für uns daher sehr wichtig, ja ein Herzensbedürfnis, schrittweise wieder zu öffnen." Online-Kulturangebote seien ja eine gute Idee für den Übergang, doch kein Ersatz für das analoge Erlebnis, den direkten Kontakt. "Es geht ja auch darum, die Menschlichkeit zu bewahren, bei all den aktuellen Problemen", macht Wiegand deutlich.