Meiningen. Die Zahl 13 ist für das Meininger Honky-Tonk-Kneipenfestival an diesem Wochenende wahrlich keine Glückszahl gewesen: 13 Bands spielten bei der 13. Auflage in 13 Kneipen. Doch trotz der wunderbaren Frühlingsnacht herrschte auf der langen Partymeile weniger Trubel als in den Jahren zuvor.
Wer in illustrer Runde auf den Straßen und in den Lokalen unterwegs war, ließ sich dennoch die Freude am Feiern nicht nehmen. Bei den guten Bands kamen die Nachtschwärmer durchaus auf ihre Kosten sei es im Bombay, im Marstall, im Zwinger oder einer anderen Kneipe. Musik gabs für jeden Geschmack von Rock und Blues über Funk bis hin zu Salsa, Jazz, Raggae und Pop. In der Brauereihalle dauerte die Party wie jedes Jahr am längsten. Hier wurde bis zum Morgengrauen getanzt, gelacht und gebechert.
Die Musik spielte auch im Bistro Louis und im Schlupfwinkel zwei Veranstaltungsorte, die offiziell beim Honky-Tonk-Festival nicht mitmachten. Auch als Trittbrettfahrer fanden sie großen Zuspruch. Hier musste kein Eintrittsbändchen an der Abendkasse für zwölf Euro gekauft werden, hier kamen die Gäste umsonst rein.
Kein gutes Omen: Wenn im nächsten Jahr noch mehr Kneipen ausscheren, könnte es in absehbarer Zeit vorbei sein mit Honky Tonk in Meiningen. Einige Besucher orakelten bereits, das Festival habe seine besten Zeiten in der Theaterstadt bereits hinter sich.
Dabei ist diese Party in all den Jahren immer eine willkommene Gelegenheit gewesen, ausgelassen zu feiern und Leute zu treffen, die man schon lange nicht gesehen hat. Wer in Feierlaune war, ergriff die Gelegenheit denn auch beim Schopfe. Wie Matthias Kleffel aus Walldorf, den seine Kumpels nur Beno nennen und der in fröhlicher Runde seinen Junggesellenabschied feierte. An seinem gelben T-Shirt pappte das Schild Reserviert, darunter stand in dicker Schrift: Ein verheirateter Mann kann machen, was er will!. Darunter folgte in kleineren Buchstaben der Zusatz: Wenn seine Frau nichts dagegen hat.
Ein besonderes Jubiläum feierten beim Kneipenfest Peter und Veronika Michel aus Wolfmannshausen zusammen mit dem US-Amerikaner Richard Somers und dessen irischer Frau Adrennie. Vor 20 Jahren lernten sich die Vier am Sächsischen Hof kennen. Richard, der in Deutschland stationierte US-Berufssoldat, hatte das Paar aus Wolfmannshausen angesprochen, um den Weg nach Erfurt zu erfahren. Der aufgeschlossene Amerikaner sah ihren blauen Trabant 601 Kombi und fragte lächelnd, ob er sich hinters Steuer setzen und eine Runde drehen dürfe.
Er durfte allerdings erst auf der Landstraße. Richard erinnert sich noch heute an diese Tour im Zweitakter von Untermaßfeld nach Wolfmannshausen. Das Auto klang ein wenig wie ein Rasenmäher, es war aber ein sehr schönes Erlebnis. Die Probefahrt im Sommer 1990 markiert den Beginn einer Freundschaft, die bis heute hält. Der Amerikaner ist jetzt in Heidelberg stationiert einmal im Monat kommt er mit seiner Familie zu Besuch nach Wolfmannshausen. Sie haben schon viel erlebt, sind gemeinsam auf der Werra im Kanu gepaddelt, haben auf der Kirmes getanzt, viele Sehenswürdigkeiten in der Region erkundet. I love Meiningen, sagt Richard. Eins ist sicher: Das 13. Kneipenfestival wird für diese beiden Paare unvergessen bleiben. (rwm/hi)
Wer in illustrer Runde auf den Straßen und in den Lokalen unterwegs war, ließ sich dennoch die Freude am Feiern nicht nehmen. Bei den guten Bands kamen die Nachtschwärmer durchaus auf ihre Kosten sei es im Bombay, im Marstall, im Zwinger oder einer anderen Kneipe. Musik gabs für jeden Geschmack von Rock und Blues über Funk bis hin zu Salsa, Jazz, Raggae und Pop. In der Brauereihalle dauerte die Party wie jedes Jahr am längsten. Hier wurde bis zum Morgengrauen getanzt, gelacht und gebechert.
Die Musik spielte auch im Bistro Louis und im Schlupfwinkel zwei Veranstaltungsorte, die offiziell beim Honky-Tonk-Festival nicht mitmachten. Auch als Trittbrettfahrer fanden sie großen Zuspruch. Hier musste kein Eintrittsbändchen an der Abendkasse für zwölf Euro gekauft werden, hier kamen die Gäste umsonst rein.
Kein gutes Omen: Wenn im nächsten Jahr noch mehr Kneipen ausscheren, könnte es in absehbarer Zeit vorbei sein mit Honky Tonk in Meiningen. Einige Besucher orakelten bereits, das Festival habe seine besten Zeiten in der Theaterstadt bereits hinter sich.
Dabei ist diese Party in all den Jahren immer eine willkommene Gelegenheit gewesen, ausgelassen zu feiern und Leute zu treffen, die man schon lange nicht gesehen hat. Wer in Feierlaune war, ergriff die Gelegenheit denn auch beim Schopfe. Wie Matthias Kleffel aus Walldorf, den seine Kumpels nur Beno nennen und der in fröhlicher Runde seinen Junggesellenabschied feierte. An seinem gelben T-Shirt pappte das Schild Reserviert, darunter stand in dicker Schrift: Ein verheirateter Mann kann machen, was er will!. Darunter folgte in kleineren Buchstaben der Zusatz: Wenn seine Frau nichts dagegen hat.
Ein besonderes Jubiläum feierten beim Kneipenfest Peter und Veronika Michel aus Wolfmannshausen zusammen mit dem US-Amerikaner Richard Somers und dessen irischer Frau Adrennie. Vor 20 Jahren lernten sich die Vier am Sächsischen Hof kennen. Richard, der in Deutschland stationierte US-Berufssoldat, hatte das Paar aus Wolfmannshausen angesprochen, um den Weg nach Erfurt zu erfahren. Der aufgeschlossene Amerikaner sah ihren blauen Trabant 601 Kombi und fragte lächelnd, ob er sich hinters Steuer setzen und eine Runde drehen dürfe.
Er durfte allerdings erst auf der Landstraße. Richard erinnert sich noch heute an diese Tour im Zweitakter von Untermaßfeld nach Wolfmannshausen. Das Auto klang ein wenig wie ein Rasenmäher, es war aber ein sehr schönes Erlebnis. Die Probefahrt im Sommer 1990 markiert den Beginn einer Freundschaft, die bis heute hält. Der Amerikaner ist jetzt in Heidelberg stationiert einmal im Monat kommt er mit seiner Familie zu Besuch nach Wolfmannshausen. Sie haben schon viel erlebt, sind gemeinsam auf der Werra im Kanu gepaddelt, haben auf der Kirmes getanzt, viele Sehenswürdigkeiten in der Region erkundet. I love Meiningen, sagt Richard. Eins ist sicher: Das 13. Kneipenfestival wird für diese beiden Paare unvergessen bleiben. (rwm/hi)