Meiningen Toter Reiher: Behörde will Vogel bergen

In der Sülze am Baumbachweg in Sülzfeld lag bis Dienstag dieser tote Graureiher. Foto: dfk

Ein toter Graureiher sorgt für Aufregung in Sülzfeld bei Meiningen. Jetzt wird untersucht, ob er an Vogelgrippe erkrankt ist.

Meiningen/Sülzfeld - Mehrere Tage lag ein toter Graureiher in Sülzfeld im Bach. Ein Anwohner informierte eigenen Angaben zufolge die Polizei und das Veterinäramt darüber. Doch nichts sei passiert, obwohl wegen der grassierenden Vogelgrippe überall Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, kritisierte er.

Wie ein Sprecher des Landratsamtes am Dienstag auf Meininger-Tageblatt -Nachfrage sagte, wird der verendete Graureiher von Mitarbeitern des Veterinäramtes umgehend geborgen und zur Untersuchung in ein Labor nach Bad Langensalza gebracht. Wegen der Vogelgrippe sei die Bevölkerung sehr sensibilisiert. Jede Woche gingen 10 bis 15 Meldungen über tote Vögel ein, darunter aus Meiningen, Untermaßfeld und Vachdorf. Aus Sülzfeld sei in den vergangenen zwei Wochen aber kein Anruf beim Veterinäramt eingegangen, betonte er. "Wir nehmen jeden Hinweis sehr ernst", sagte der Sprecher. Bisher sei bei keinen der Tiere eine Ansteckung mit dem Vogelgrippe-Virus festgestellt worden.

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen besteht wie überall sonst in Thüringen jetzt Stallpflicht für Hühner, Enten und Gänse. Das Geflügel muss entweder im Stall oder in einer Voliere gehalten werden, die einen wirksamen Schutz gegen Wildvögel bietet. Amtstierarzt Dr. David Sporn betont: "Das Dach einer Voliere muss dicht sein. Ein Netz reicht nicht aus. Zudem müssen die Seitenwände einer Voliere so beschaffen sein, dass kein Kontakt zwischen Wild- und Hausgeflügel möglich ist." Nach Worten des Amtstierarztes sollen Geflügelhalter vor dem Betreten des Stalles Kittel und Überschuhe anlegen, damit möglichst keine Keime aus der Umgebung in den Stall gelangen. hi

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