Meiningen. Der Meininger Stadtrat begrüßt die geplante Gründung eines Privatgymnasiums in der Kreisstadt und sichert der Elterninitiative die Unterstützung durch die Kommune zu.
Dieser Grundsatzbeschluss, eingebracht von PRO Meiningen, fiel mit großer Mehrheit während der letzten Stadtratssitzung dieses Jahres am Dienstagabend. Es gab zwei Gegenstimmen aus den Reihen der Linksfraktion und drei Enthaltungen. Michael Bohn (Linksfraktion) verwies auf ein Zitat von CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus: Über den Geldbeutel der Eltern dürfe sich nicht die Schulbildung der Kinder entscheiden. Auch ein Schulgeld von 100 Euro sei für etliche Eltern viel Geld, meinte Bohn während der Debatte vor der Abstimmung. Ulrich Töpfer (Grüne) betonte indes, dass er in Dresden eine Privatschule kenne, in der auch Kinder von Hartz-IV-Empfängern unterrichtet werden.
Der Stadtrat beschloss, bis zu 20 000 Euro bereitzustellen, um mit Hilfe von Studien eine geeignete Meininger Immobilie für ein Privatgymnasium zu finden und die Ausschreibung für die Trägersuche zu bezahlen. Nach Auskunft von Bürgermeister Reinhard Kupietz ist die Finanzierung im Entwurf des Etats 2009 gesichert. Es gebe eine Haushaltsstelle zur Vorbereitung von Baumaßnahmen, über die die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden können.
Im Moment sind in Meiningen das frühere Landgerichtsgebäude in der Leipziger Straße, die Struppsche Villa in der Bernhardstraße sowie das ehemalige Henfling-Gymnasium in der Schulstraße im Gespräch, das derzeit von der Pestalozzi-Schule genutzt wird. Auf keinen Fall möchten wir die jetzigen Nutzer aus dem Gebäude verdrängen, meinte Carsten Feller von der Elterninitiative zum vorgeschlagenen früheren Henfling-Gymnasium. Die Akteure für ein Privatgymnasium erreichte ein Brief, in dem sie die Sorgen der Lehrer, Eltern und Schüler der Pestalozzi-Schule erfuhren. Diese Sorgen nehmen wir sehr ernst. Der Landkreis ist jetzt gefordert, seine Planungen für die künftige Schulnetzkonzeption auf den Tisch zu legen und mit den Betroffenen zu diskutieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Elterninitiative.
Die engagierte Gruppe hat sich einen straffen Zeitplan gesetzt: Bereits im Sommer 2010 soll das Privatgymnasium eröffnen. Um das Ziel zu erreichen, muss rasch ein Gebäude und ein privater Schulträger gefunden werden. Eile ist auch geboten, weil sich wie es heißt nun auch im Schmalkalder Raum Eltern zusammenfinden, die ein Privatgymnasium in Wernshausen favorisieren. Dort gibt es ein geeignetes Schulgebäude, außerdem existiert in Schmalkalden bereits eine gut angenommene Grundschule unter kirchlicher Trägerschaft.
Als nächsten Schritt will sich die Meininger Elterninitiative am 15. Dezember zu einem Verein zusammenschließen. Die Gründungsveranstaltung findet in der Meininger Gaststätte Bombay (Anton-Ulrich-Straße) statt und beginnt um 20 Uhr. Als Mitgliedsbeitrag wurde ein Euro pro Monat vorgeschlagen. (hi)
Dieser Grundsatzbeschluss, eingebracht von PRO Meiningen, fiel mit großer Mehrheit während der letzten Stadtratssitzung dieses Jahres am Dienstagabend. Es gab zwei Gegenstimmen aus den Reihen der Linksfraktion und drei Enthaltungen. Michael Bohn (Linksfraktion) verwies auf ein Zitat von CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus: Über den Geldbeutel der Eltern dürfe sich nicht die Schulbildung der Kinder entscheiden. Auch ein Schulgeld von 100 Euro sei für etliche Eltern viel Geld, meinte Bohn während der Debatte vor der Abstimmung. Ulrich Töpfer (Grüne) betonte indes, dass er in Dresden eine Privatschule kenne, in der auch Kinder von Hartz-IV-Empfängern unterrichtet werden.
Der Stadtrat beschloss, bis zu 20 000 Euro bereitzustellen, um mit Hilfe von Studien eine geeignete Meininger Immobilie für ein Privatgymnasium zu finden und die Ausschreibung für die Trägersuche zu bezahlen. Nach Auskunft von Bürgermeister Reinhard Kupietz ist die Finanzierung im Entwurf des Etats 2009 gesichert. Es gebe eine Haushaltsstelle zur Vorbereitung von Baumaßnahmen, über die die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden können.
Im Moment sind in Meiningen das frühere Landgerichtsgebäude in der Leipziger Straße, die Struppsche Villa in der Bernhardstraße sowie das ehemalige Henfling-Gymnasium in der Schulstraße im Gespräch, das derzeit von der Pestalozzi-Schule genutzt wird. Auf keinen Fall möchten wir die jetzigen Nutzer aus dem Gebäude verdrängen, meinte Carsten Feller von der Elterninitiative zum vorgeschlagenen früheren Henfling-Gymnasium. Die Akteure für ein Privatgymnasium erreichte ein Brief, in dem sie die Sorgen der Lehrer, Eltern und Schüler der Pestalozzi-Schule erfuhren. Diese Sorgen nehmen wir sehr ernst. Der Landkreis ist jetzt gefordert, seine Planungen für die künftige Schulnetzkonzeption auf den Tisch zu legen und mit den Betroffenen zu diskutieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Elterninitiative.
Die engagierte Gruppe hat sich einen straffen Zeitplan gesetzt: Bereits im Sommer 2010 soll das Privatgymnasium eröffnen. Um das Ziel zu erreichen, muss rasch ein Gebäude und ein privater Schulträger gefunden werden. Eile ist auch geboten, weil sich wie es heißt nun auch im Schmalkalder Raum Eltern zusammenfinden, die ein Privatgymnasium in Wernshausen favorisieren. Dort gibt es ein geeignetes Schulgebäude, außerdem existiert in Schmalkalden bereits eine gut angenommene Grundschule unter kirchlicher Trägerschaft.
Als nächsten Schritt will sich die Meininger Elterninitiative am 15. Dezember zu einem Verein zusammenschließen. Die Gründungsveranstaltung findet in der Meininger Gaststätte Bombay (Anton-Ulrich-Straße) statt und beginnt um 20 Uhr. Als Mitgliedsbeitrag wurde ein Euro pro Monat vorgeschlagen. (hi)