Meiningen. Berta S. (52) hatte beruflich viel zu viel zu tun, als dass sie einen Gedanken an einen Arzttermin verschwendet hätte. Die kleinen Knötchen in der Brust wollte sie einfach nicht ernst nehmen. Erst mit dem Mammographie-Screening erfuhr sie mit Schrecken die Diagnose: Brustkrebs.
Noch bis zum 9. April steht das sogenannte Mammo-Mobil in der Meininger Henneberger Straße 3d, am Katastrophenschutzzentrum. Ebenso vier Wochen lang vom 12. Oktober bis 11. November. Denn Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebskrankheit bei Frauen. Etwa zehn Prozent erkranken im Laufe ihres Lebens daran die meisten nach dem 50. Lebensjahr.
Dank Frauen-Power
Frauenverbände haben sich dafür stark gemacht, dass auch in Deutschland ein Mammographie-Screening-Programm eingeführt wird für Frauen ab dem 50. Lebensjahr, erklärt Dr. Susanne Wurdinger, Radiologin aus Jena und gemeinsam mit dem Gynäkologen Dr. Mathias Heiner aus Jena betreuende Ärztin des Projektes auch für den Landkreis Schmalkalden-Meiningen. 180 000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben die Fachleute in ihrem Screening-Programm-Einzugsgebiet von Altenburg bis Schmalkalden/Meiningen entlang der A4 zu untersuchen. Radiologen sehen sich die Befunde an. Gibt es Auffälligkeiten, dann erhalten die betroffenen Frauen der Region hier sind es fünf Prozent eine Einladung ins Meininger Klinikum, um den Befund nochmals zu überprüfen. Letztendlich wird bei einem Prozent etwas festgestellt, so Dr. Wurdinger. Uns ist es lieb, die Frauen sind gesund und haben nichts. Doch Vorsorge ist immer besser als Nachsorge
In Meiningen selbst haben nach Aufforderung der zentralen Thüringer Stelle Mammographie-Screening 6000 Frauen am Programm teilgenommen. 50 Prozent der insgesamt Angeschriebenen kamen nur. Wir hoffen jetzt auf die zweite Runde, zu der nach unseren Erfahrungen auch jene erscheinen, die in der ersten kein Interesse gezeigt haben.
Zusätzliches Angebot
Seit November 2007 erscheint das Mammo-Mobil des Mammographie-Screening-Programms auch in Meiningen. Der Bundestag hatte 2002 beschlossen, dass dieses Projekt unabhängig von und zusätzlich zu den jährlichen Brustkrebsfrüherkennungs-Untersuchungen beim Frauenarzt angeboten werden soll. Dr. Wurdinger: In den skandinavischen Ländern gibt es das Programm schon länger. Deutschland ist da ein echter Nachzügler. In Skandinavien konnte durch das Screening-Projekt die Brustkrebsrate bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Man rettet Frauenleben, das ist ein Fakt. Und in Deutschland bezweifelt auch niemand die Sinnhaftigkeit der Sache. Die Reaktion der Frauen selbst war in Meiningen überwiegend positiv.
Tiefer Schock
Berta S. gehört zu den fünf Prozent, die sich nach dem Screening einer weiteren Untersuchung unterzogen haben. Der Schock sitzt tief mit Brustkrebs hatte sie niemals gerechnet. Doch ihre Aussichten auf Heilung gestalten sich gut. Hätte ich die Anzeichen doch früher ernst genommen! Und zum Screening bin ich ja auch nur, weil eine Kollegin darauf gedrängt hat Jetzt bin ich doch sehr froh.
Dr. Susanne Wurdinger erklärt den Unterschied zwischen Screening-Programm und Frauenarzt so: Das Sreening-Projekt nimmt symptomlose Frauen ab 50 auf. Dabei ist es möglich, Krebserkrankungen der Brust zu erkennen, lange bevor sie tastbar sind. Das verbessert natürlich die Behandlungsmöglichkeiten, die weit schonender sein können, und die Heilungschancen. Auch, so Wurdinger weiter, gehen viele der Frauen, bei denen erst das Screening einen Befund ergibt, regelmäßig zum Gynäkologen. Bei denen hat der Tastbefund dort versagt. Das ist vor allem bei Frauen mit dichtem Drüsengewebe der Fall.
Geringe Belastung
Die Untersuchung im Mammo-Mobil erfolgt mit sogenannten digitalen Vollfeldgeräten und mit geringer Strahlenbelastung. Ein Flug nach New York ist vergleichbar, so Wurdinger schmunzelnd. Oder: Beim Computertomographen CT wird weit mehr Strahlung frei. Ist das CT der Teich, dann ist die Mammographie so, als ob man in den Teich spuckt. Die Untersuchung ist vertretbar, so die Fachfrau. Die Landesstrahlenschutz-Beauftragte Thüringens hat sie abgesegnet.
Und wie ist es mit dem Druckschmerz, vor dem sich manch Frau fürchtet? Bei unseren hochauflösenden Geräten verwenden wir Flexiplatten, die die Brust nicht so drücken wie früher bei den alten Geräten. Dennoch: Die Schmerzempfindlichkeit von Frau zu Frau ist verschieden. Kerstin Hädicke
Noch bis zum 9. April steht das sogenannte Mammo-Mobil in der Meininger Henneberger Straße 3d, am Katastrophenschutzzentrum. Ebenso vier Wochen lang vom 12. Oktober bis 11. November. Denn Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebskrankheit bei Frauen. Etwa zehn Prozent erkranken im Laufe ihres Lebens daran die meisten nach dem 50. Lebensjahr.
Dank Frauen-Power
Frauenverbände haben sich dafür stark gemacht, dass auch in Deutschland ein Mammographie-Screening-Programm eingeführt wird für Frauen ab dem 50. Lebensjahr, erklärt Dr. Susanne Wurdinger, Radiologin aus Jena und gemeinsam mit dem Gynäkologen Dr. Mathias Heiner aus Jena betreuende Ärztin des Projektes auch für den Landkreis Schmalkalden-Meiningen. 180 000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben die Fachleute in ihrem Screening-Programm-Einzugsgebiet von Altenburg bis Schmalkalden/Meiningen entlang der A4 zu untersuchen. Radiologen sehen sich die Befunde an. Gibt es Auffälligkeiten, dann erhalten die betroffenen Frauen der Region hier sind es fünf Prozent eine Einladung ins Meininger Klinikum, um den Befund nochmals zu überprüfen. Letztendlich wird bei einem Prozent etwas festgestellt, so Dr. Wurdinger. Uns ist es lieb, die Frauen sind gesund und haben nichts. Doch Vorsorge ist immer besser als Nachsorge
In Meiningen selbst haben nach Aufforderung der zentralen Thüringer Stelle Mammographie-Screening 6000 Frauen am Programm teilgenommen. 50 Prozent der insgesamt Angeschriebenen kamen nur. Wir hoffen jetzt auf die zweite Runde, zu der nach unseren Erfahrungen auch jene erscheinen, die in der ersten kein Interesse gezeigt haben.
Zusätzliches Angebot
Seit November 2007 erscheint das Mammo-Mobil des Mammographie-Screening-Programms auch in Meiningen. Der Bundestag hatte 2002 beschlossen, dass dieses Projekt unabhängig von und zusätzlich zu den jährlichen Brustkrebsfrüherkennungs-Untersuchungen beim Frauenarzt angeboten werden soll. Dr. Wurdinger: In den skandinavischen Ländern gibt es das Programm schon länger. Deutschland ist da ein echter Nachzügler. In Skandinavien konnte durch das Screening-Projekt die Brustkrebsrate bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Man rettet Frauenleben, das ist ein Fakt. Und in Deutschland bezweifelt auch niemand die Sinnhaftigkeit der Sache. Die Reaktion der Frauen selbst war in Meiningen überwiegend positiv.
Tiefer Schock
Berta S. gehört zu den fünf Prozent, die sich nach dem Screening einer weiteren Untersuchung unterzogen haben. Der Schock sitzt tief mit Brustkrebs hatte sie niemals gerechnet. Doch ihre Aussichten auf Heilung gestalten sich gut. Hätte ich die Anzeichen doch früher ernst genommen! Und zum Screening bin ich ja auch nur, weil eine Kollegin darauf gedrängt hat Jetzt bin ich doch sehr froh.
Dr. Susanne Wurdinger erklärt den Unterschied zwischen Screening-Programm und Frauenarzt so: Das Sreening-Projekt nimmt symptomlose Frauen ab 50 auf. Dabei ist es möglich, Krebserkrankungen der Brust zu erkennen, lange bevor sie tastbar sind. Das verbessert natürlich die Behandlungsmöglichkeiten, die weit schonender sein können, und die Heilungschancen. Auch, so Wurdinger weiter, gehen viele der Frauen, bei denen erst das Screening einen Befund ergibt, regelmäßig zum Gynäkologen. Bei denen hat der Tastbefund dort versagt. Das ist vor allem bei Frauen mit dichtem Drüsengewebe der Fall.
Geringe Belastung
Die Untersuchung im Mammo-Mobil erfolgt mit sogenannten digitalen Vollfeldgeräten und mit geringer Strahlenbelastung. Ein Flug nach New York ist vergleichbar, so Wurdinger schmunzelnd. Oder: Beim Computertomographen CT wird weit mehr Strahlung frei. Ist das CT der Teich, dann ist die Mammographie so, als ob man in den Teich spuckt. Die Untersuchung ist vertretbar, so die Fachfrau. Die Landesstrahlenschutz-Beauftragte Thüringens hat sie abgesegnet.
Und wie ist es mit dem Druckschmerz, vor dem sich manch Frau fürchtet? Bei unseren hochauflösenden Geräten verwenden wir Flexiplatten, die die Brust nicht so drücken wie früher bei den alten Geräten. Dennoch: Die Schmerzempfindlichkeit von Frau zu Frau ist verschieden. Kerstin Hädicke