Meiningen - Nur wenige Menschen sind am Samstagvormittag in der Meininger Eberhard-Gundelwein-Ausstellungshalle anzutreffen. Das ist ungewöhnlich, denn die 59. Kreisschau der Rassegeflügelzücher lockt normalerweise viel Publikum an. Doch was ist schon normal in Zeiten der Corona-Pandemie? Da ist es schon ein großer Glücksfall, dass die Ausstellung überhaupt stattfinden kann. "Das war die letzte Gelegenheit. Ab Montag geht nichts mehr. Alle anderen Schauen sind abgesagt", macht Mario Arnold, Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter, deutlich. Seit er vor acht Jahren auch die Organisation der beliebten Schau von seinem Amtsvorgänger Eberhard Gundelwein übernommen hatte, gab es solch eine Situation noch nie. Und dennoch ist Arnold froh, darüber, dass alles so gut funktioniert hat. "Wir hatten bei der Stadt ein Hygienekonzept einzureichen. Nach der Genehmigung musste dann alles kurzfristig organisiert werden." Doch das habe gut geklappt. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt selbst in schwierigen Zeiten war sehr gut", lobt der Kreisvorsitzende. Und natürlich war die Unterstützung durch Helfer aus den Vereinen beim Aufbau wie immer groß. Sonntag vor einer Woche wurden die 451 Käfige gestellt, Mitte der Woche kamen die Tiere. 400 von 50 erwachsenen Züchtern und 51 von sechs Jung-Züchtern. In den Vorjahren war die Beteiligung etwas höher, waren gut 50 bis 60 Tiere mehr zu sehen. Wegen der Pandemie hatten einige Züchter abgesagt, andere wollten nur in der Landeshauptstadt ausstellen. Doch daraus wird nun erstmal nichts.
Meiningen Rassegeflügel-Ausstellung ohne großes Publikum
Ralph W. Meyer 01.11.2020 - 17:18 Uhr