Meiningen Mit Schillers Schwester auf Tour

Eine ganz besondere Stadtführung mit einer Zeitreise 200 Jahre zurück bietet die Tourist-Info Meiningen an diesem Samstag an.

Christophine Reinwald, gespielt von Brigitte Sauerbrey, führt die Besucher diesmal durch die Stadt. Foto:  

Schillers Schwester Christophine Reinwald, gespielt von der Meininger Stadtbotschafterin Brigitte Sauerbrey, wird an diesem Samstag, 11. Oktober, die Gäste ins 19. Jahrhundert entführen – also in die Zeit, als sie in der Residenzstadt an der Werra lebte. Dabei erzählt sie von ihren Begegnungen mit verschiedenen Künstlern, Musikern und der herzoglichen Familie. Außerdem erfährt man bei der geschichtlichen Kostümführung, welche Gebäude es in der Meininger Innenstadt bereits vor 200 Jahren gegeben hat und was Schillers Schwester darüber berichten kann.

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Christophine Reinwald war für ihr Zeitalter eine sehr beeindruckende und selbstbewusste Frau, die als eine der Ersten die Begabung ihres Bruders Friedrich Schiller entdeckte und sich auch noch nach seinem Tod für sein Andenken einsetzte. Sie hatte keine eigenen Kinder, verdiente jedoch mit Zeichenunterricht für Meininger Bürgermädchen etwas zum Lebensunterhalt ihrer Ehe hinzu. Nach dem Tod ihres Mannes lebte Christophine Reinwald bis kurz vor ihrem 90. Geburtstag in Meiningen und fand schließlich auf dem Parkfriedhof ihre letzte Ruhestätte. Ihr Grab ist dort heute noch zu finden.

Treffpunkt für die Stadtführung ist um kurz vor 14 Uhr an der Meininger Tourist-Information (Ernestinerstraße 2). Der Preis beträgt 9 Euro pro Person, Kinder unter 16 Jahren können kostenfrei teilnehmen. Interessierte können sich unter www.meiningen.de/buchen selbst anmelden.