Meiningen - Durchgerostete Bremsscheiben, gebrochene Federn ... - die "Wandzeitung" der besonderen Art in der Dekra-Prüfstelle Meiningen, Leipziger Straße 110, muss jeden Betrachter schockieren. Denn die Teile sind nicht einfach auf dem Schrottplatz zusammengesucht worden, sie stammen von kontrollierten Fahrzeugen. "Wer mit so einem Auto fährt, gefährdet sich und andere", warnt Helgo Fuchs.
Der Dipl.-Ingenieur leitet die Außenstelle der Prüforganisation und hat in seinem Berufsleben schon eine ganze Menge Schrott gesehen, der auf unseren Straßen rollt. Er weiß aus Erfahrung, dass gerade jüngere Leute mit älteren Autos unterwegs sind. Die kosten wenig, sehen meist gut aus, entsprechen technisch aber nicht immer allen gültigen Vorschriften. Die gemeinsame Aktion von Dekra, Bundesverkehrsministerium, Deutscher Verkehrswacht, Deutschem Verkehrssicherheitsrat und Europäischer Charta "Leben retten" hält er daher für eine echte Bereicherung. "Die 18- bis 24-Jährigen sind noch immer die Altersgruppe mit dem höchsten Unfall- und Todesrisiko im Straßenverkehr. Es ist doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Dagegen tun wir mit der Aktion aktiv etwas, 2013 bereits zum siebten Mal in Folge." Beim SafetyCheck sind 18- bis 24-Jährige zu einem kostenlosen Sicherheitscheck ihrer Autos eingeladen. "Wir prüfen wichtige Sicherheitsbauteile, wie Bremsen, Fahrwerk, Lenkung, Räder, Karosserie, Beleuchtung, Sicht und die Sicherheitsausstattung. Das alles geschieht ohne Einfluss auf die Gültigkeit der HU-Plakette. Es muss also niemand fürchten, dass er nach Hause laufen muss", macht Fuchs deutlich. Dafür gibt es aber jede Menge guter Hinweise, wie und was an dem Auto im Falle eines Falles repariert werden sollte.
Meiningen Lohnender Boxenstopp
Von Ralph W. Meyer 12.06.2013 - 00:00 Uhr