Meiningen - Auch wenn die Erinnerung schon etwas verblasst ist, der Bau und die Anmietung eines privat errichteten Objektes für die kreisliche Zulassungsstelle im Meininger Gewerbegebiet Dreißigacker sorgte Anfang der 90er Jahre für heftigen Streit. Für viele war und ist bis heute nicht nachvollziehbar, warum der Kreis Meiningen unter Führung des damaligen Landrates Ralph Puderbach (CDU) das nicht gerade günstige Angebot eines großen und bundesweit agierenden Kennzeichen-Prägers einer kreiseigenen Lösung vorzog. Doch am Ende kam es so. Die Firma baute das allseits bekannte Objekt in der Berkeser Straße 9 und vermietete es ab 1992 an das Landratsamt - mit einer sehr langen Laufzeit von 30 Jahren. Ein gutes Geschäft, nicht nur, weil sich der Schilderpräger mit der Zulassungsstelle die Kunden quasi selber zuführte.