Bettenhausen. Wer in einem Ort mit einem so kuriosen Namen wie Bettenhausen wohnt, der muss es sich gefallen lassen, dass das mdr-Fernsehen ihm mal unter die Bettdecke schaut. Für die Sendung „hier ab vier“ forderte Moderator Frank Schmidt letzten Mittwoch das Dorf heraus. Keine Frage: Die Bettenhäuser gewannen.

Mit einem Megafon war der Mann am Nachmittag durchs Dorf gezogen und hatte eine verrückte Aufgabe gestellt: Bis 16 Uhr sollten drei Betten vorm Gemeindeamt stehen, mit Inhalt freilich. Manfred Eberwein zögerte nicht lange: Uromas Bett, das sonst auf dem Boden steht, holte er herunter; Gerlinde Probst spendierte das rosengeblümte Bettzeug dazu. Eberweins vielbeachteter Spruch auf der Nacht-Kappe: „Legenden sterben nicht im Bett“! Zünftig rot-weiß kariert war das Bettzeug, das Eva-Marie Heß mitbrachte. „Ich verwende es noch in den Gästezimmern unseres wahrscheinlich ältesten Gasthofes der Rhön“, sagte sie. Das eiserne Bettgestell hatte sie allein heruntergebuckelt vom Boden – beim Transport bis vors Gemeindeamt half sogar der Moderator.