Meiningen - Am Dienstagvormittag gegen 10 Uhr rückte die Meininger Feuerwehr mit Blaulicht und Sirene aus. Das Ziel war ein Waldstück am Marienplatz unweit der Habichtsburg, wo ein Baumstamm brannte. Ein Wanderer hatte den Qualm bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Für Stadtbrandmeister Michael Friedrich liegt auf der Hand: Da treibt ein Brandstifter sein böses Spiel. In jüngster Zeit musste die Feuerwehr mehrfach in den Wald zum Löscheinsatz. Mal brannte ein Baumstumpf, mal ein morscher Stamm. Auch das Marienbild an der Frankfurter Straße ist kürzlich Opfer einer Brandattacke geworden, ebenso die Hoßfeld-Hütte, deren Schaden der städtische Forstwirtschaftsmeister Sebastian Dummer auf 10 000 Euro schätzt. „Was der Unbekannte da treibt, ist extrem gefährlich. Laub und Äste auf dem Waldboden sind salztrocken. Rasch kann sich da ein großer Waldbrand entwickeln“, so Dummer. Er geht davon aus, dass der Täter Brandpaste benutzt, um das Feuer zu entfachen. So lasse sich auch erklären, warum das Feuer recht tief ins Erdreich eindringt. So war es auch am Dienstag am Marienplatz. Mit knapp zehn Aktiven rückte die Meininger Wehr an. Sie kamen mit ihren Löschautos nicht an die Brandstelle. Die Floriansjünger setzten sich Löschrucksäcke auf, um dann mit dem Jeep der städtischen Waldarbeiter an die Brandstelle gebracht zu werden. Dort löschten sie die Flammen.