Meiningen - Gaudi nicht zum Schenkelklopfen, wie das Wort vermuten lässt, bot die Schweizerin Gardi Hutter mit ihren Kindern Juri und Neda und Schwiegertochter Beatriz. Keine Clownsnummern, sondern eine Geschichte übers Leben und Sterben erzählt sie mit "Gaia Gaudi". Diese beginnt mit dem Tod. Gardi Hutter alias Hanna - ihre dicke Clownsfrau mit roter Knollennase, die sie seit 1981 in acht Bühnenstücken spielt - ist tot. Aufgebahrt liegt sie in einem Sarg und ihre Angehörigen kommen zum Trauern. Doch plötzlich erscheint eine weitere, quicklebendige Hanna hinterm offenen Sarg und versucht die Tote, mit allerlei Tricks zum Leben zu erwecken. Doch dann wird sie selbst in den Sarg gesperrt, gleich einem Albtraum. Geier kreisen um den Sarg und verwandeln sich darauf in märchenhafte Figuren. Als Königin erwacht Hanna wieder und gebiert drei Kinder. Schließlich ist sie wieder die Hanna, die fürsorgliche Mutter, die für ihre Kinder kocht und zu Tisch eine wilde Horde bändigen muss. "Wie zu Hause", kommentierte ein Zuschauer hinter mir die lustige Szene vor der Pause.
Meiningen Gaia, Hanna und ihre Kinder
Carola Scherzer 20.02.2019 - 16:24 Uhr