Über 80 Jahre lag die Brandbombe in Meiningen unter der Erde, gefüllt mit leicht entzündlichem weißem Phosphor und einem Benzin-Kautschuk-Gemisch. Bauleute entdeckten den Blindgänger am Donnerstag bei Arbeiten im Stadion Maßfelder Weg, das gerade saniert wird. Rasch wurden Munitionsexperten der Firma Tauber Delaborierung GmbH herbeigerufen. Sprengmeister René Rosenkranz sagte auf Nachfrage: „Es handelt sich um eine INC 30, eine kleinere Brandbombe, etwa 15 Kilogramm schwer.“ Das gefährliche Weltkrieg-Überbleibsel wurde nicht vor Ort vernichtet, sondern in Begleitung von Polizei und Feuerwehr in den Steinbruch nach Dreißigacker transportiert. Zuvor verpackten die Spezialisten die Fracht luftdicht – aus gutem Grund: Weißer Phosphor entzündet sich bei Kontakt mit dem Sauerstoff in der Luft. Er diente bei der Bombe als Zündmittel. Die kurze Reise in den Steinbruch verlief problemlos. Exakt um 15.55 Uhr jagten Experten die Brandbombe kontrolliert in die Luft und bannten so die Gefahr.