MDR Osterspaziergang Zu Ostern über den Singer Berg

Berit Richter

Im dritten Anlauf soll es nun endlich klappen. Am 17. April kommt der MDR-Osterspaziergang nach Stadtilm. Auf mehreren Strecken kann gewandert werden.

Bürgermeister Lars Petermann freut sich auf den Osterspaziergang. Foto: B. Richter

„Dieses Jahr klappt es“, ist Stadtilms Bürgermeister Lars Petermann (pl.) überzeugt. Zweimal musste der MDR-Osterspaziergang coronabedingt abgesagt werden, im dritten Anlauf soll es nun soweit sein. Wanderfreunde können sich den 17. April, den Ostersonntag, schon einmal fest anstreichen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

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„Wir rechnen mit rund 10 000 Besuchern“, sagt Anna Denner, bei der Stadtverwaltung für die Vorbereitungen zuständig. So viele kamen zumindest immer in der Vergangenheit, denn bereits seit 1994 lädt der MDR die Thüringer zum Osterspaziergang in wechselnden Austragungsorten ein. Ob nun wegen Corona weniger kämen, müsse sich zeigen, sagt Denner. Und sicher werde auch das Wetter eine große Rolle spielen.

In Stadtilm will man auf jeden Fall auf großen Andrang vorbereitet sein, hat sich entsprechend Gedanken über ein Verkehrskonzept gemacht. „Wir ermutigen die Besucher, mit der Bahn anzureisen“, sagt Anna Denner.

Dafür soll es Sonderzüge aus Richtung Erfurt geben. Kostenfreie Parkplätze werden an den Einfahrten zur Stadt ausgewiesen, die Wanderfreunde dann mit Pendelbussen zum Marktplatz gebracht. Auch vom Bahnhof gibt es Pendelbusse.

Einfach bis anspruchsvoll

Drei Strecken stehen für Wanderfreunde zur Auswahl. Die kürzeste führt über 3,4 Kilometer zu den Sieben Wundern Stadtilms. Entlang der zwei anderen werden sich die Ortsteile der Stadt präsentieren. Die mittlere Strecke umfasst circa 13 Kilometer und führt zur Straußenfarm in Kleinhettstedt. Wer es noch anspruchsvoller mag, wählt die 19 Kilometer lange Route über den Singer Berg.

„Unterwegs ist natürlich für Verpflegung gesorgt und auch für Programm“, verspricht Anne Denner. „Zum Beispiel gibt es in Gösselborn ein Dorffest“. Auch in Singen, Griesheim und Kleinhettstedt kann man sich stärken.

Losgewandert wird individuell, zwischen 9 und 12 Uhr. Zurück in Stadtilm erwartet die Besucher dann ein buntes Programm auf dem größten Marktplatz Thüringens. Nicht nur die Moderatoren des Mitteldeutschen Rundfunks werden darin eingebunden sein, sondern auch lokale Akteure. „Auch bei der gastronomischen Versorgung und den Wanderungen werden wir toll durch unsere Vereine unterstützt“, sagt Anna Denner, Verantwortliche für Kultur und Tourismus in der Stadtverwaltung Stadtilm.

So wird die örtliche Frauengruppe zum Beispiel zwei geführte Nordic-Walking-Wanderungen in Richtung Niederwillingen anbieten. Beginn ist um 10 und 11 Uhr. Die Strecke beträgt circa 10 Kilometer.

Man könne bei den Vorbereitungen auf die Planungen der letzten zwei Jahre setzen, sagt Anna Denner. So ganz ohne Hygienekonzept werde es aber wohl nicht gehen, auch wenn man im Moment noch nicht wisse, wie sich die Verordnungslage bis Ostern entwickle.

Eines wissen die Stadtilmer aber schon ganz genau: Sie wollen an diesem Tag nun endlich Werbung für ihre Stadt und deren Ortsteile machen.

Die drei Strecken:

Gelbe Strecke, „Sieben-Wunder-Tour“, circa 3,4 Kilometer: Die Gelbe Route wird sich an den „Sieben Wundern“ von Stadtilm ausrichten und über den Naturlehrpfad auf den Buchberg führen. Bei einem kleinen Stadtrundgang können zudem unter anderem die Stadtkirche St. Marien (9 Uhr Gottesdienst, ab 10 Uhr für Besucher geöffnet, ab 14 Uhr Kirchencafé) und im Rathaus die Krypta mit gotischem Kreuzgewölbe besichtigt werden – zwei der sieben überlieferten Stadtilmer Wunder.

Rote Strecke, „Mühlenroute“, circa 13 Kilometer: Die mittlere Strecke führt am Haunberg entlang nach Kleinhettstedt, vorbei an der ehemaligen Stadtilmer Sprungschanze aus den 50er-Jahren, wo einst 600 Zuschauer Wettkämpfe verfolgten. Nach circa sechs Kilometern erreicht man den Straußenhof und die Kunst- und Senfmühle in Kleinhettstedt. Zurück geht es auf der nördlichen Seite des Ilmtals über den Sommerberg nach Stadtilm. Verpflegung gibt es am „Schanzentisch“ am Haunberg und auf dem Straußenhof in Kleinhettstedt.

Blaue Strecke, „Singer Berg Route“, circa 19 Kilometer: Vom Markt steigt man über die Kellerbrücke steil hinauf. Ein verschlungener Weg führt die Wanderer durch eine reizvolle Landschaft nach Geilsdorf und weiter in das Rundlingsdorf Gösselborn (Dorffest). Gemütlich wandert man dann nach Singen. Weiter geht es in Richtung Singer Berg, der bis zum Abzweig nach Griesheim umlaufen wird. Wer Lust hat, kann den Umweg über die Bergspitze nehmen. Ab Griesheim führt der Weg entlang des IlmtalRadwegs und über das Tannenreisig.