MDR-Dreh Leuchtendes und luftiges Goldlauter-Heidersbach

Für den Dreh zur MDR-Sendereihe „Unser Dorf hat Wochenende“ waren zwei Kamerateams in Goldlauter-Heidersbach zu Gast. Sie wanderten unter anderem im Schein der Fackeln und schauten bei den Flugsportlern vorbei.

Goldlauter-Heidersbach - So eine Wanderung im Fackelschein hat ihren Reiz. Für das Kamerateam, das im Auftrag des MDR am Freitagabend auf dem Geiersberg unterwegs ist, ist das schummrige Licht eine Herausforderung. Drei Tage haben die Filmemacher Zeit, um Stoff für die Sendereihe „Unser Dorf hat Zukunft“ zusammenzutragen. Diesmal sollen die Einwohner von Goldlauter-Heidersbach im Mittelpunkt stehen.

Während Autorin Jana Herold mit den Suhler Kamera-Leuten von Clip-Film mit dem Winterdienst unterwegs ist und der Heidersbacher Holzkirche einen Besuch abstattet, ist Co-Autor Frank Stuckatz am Freitagabend mit seinem Team bei der vom Fremdenverkehrsverein organisierten Fackelwanderung dabei.

Er stellt ein quadratisches LED-Paneel in den Schnee, um die Wanderer – zum Teil Einheimische, zum Teil Touristen – ins rechte Licht zu rücken. Außerdem hat er eine Stirnlampe dabei. „Es ist nicht nur dunkel, sondern wir kennen uns hier auch nicht aus“, nennt er die nächste Schwierigkeit.

Genauer Ablauf

Dann entzünden die Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins die Fackeln. Frank Stuckatz erläutert, wie der Dreh auf den nächsten dreieinhalb Kilometern abläuft: „Haltet die Fackeln aufrecht, damit sie möglichst lange brennen. Rufe ich Halt, bleiben bitte alle stehen. Wir laufen dann an euch vorbei und filmen von vorn. Wenn ich euch interviewe, schaut bitte nicht in die Kamera, sondern zu mir – auch, wenns schwerfällt“, scherzt er.

Unterdessen ist Jana Herold bei den Mitgliedern des Flugsportclubs Suhl angekommen. Erik Kunze und Jörg Richter sprechen dort über ihr Hobby. Wie es sich anfühlt, solch ein Flugzeug zu kaufen, will Jana Herold wissen. „Damit hat sich ein Traum erfüllt“, antwortet Jörg Richter. Er habe dafür ein Leben lang gearbeitet. Etwa 100 Stunden im Jahr nutzt er seinen Segler. Gern demonstriert er Kameramann Markus Hering und Tonassistent Sebastian Enzenberg, wie man die langen Flügel platzsparend im Anhänger unterbringt.

Persönliches statt Party

Es sind genau diese Geschichten, die Autorin Jana Herold bei ihren Besuchen in den Dörfern sucht. „Viele Dörfer denken, sie müssten uns ihre besten Party präsentieren. Aber darum geht es gar nicht“, betont sie. Vielmehr das Ungewöhnliche, das Besondere und das Persönliche solle Teil der Sendung sein.

Ein Hinweis von einem Bürger aus Goldlauter-Heidersbach habe sie an den Rennsteig gelockt. Gemeinsam mit Ortsteilbürgermeister Matthias Gering hat die MDR-Mitarbeiterin aus Erfurt die v Ziele im Ortsteil festgelegt. Yoga-Studio von Marion Trautmann habe sie bei ihrer Recherche vor Ort entdeckt. Gern schaut sie dort vorbei, um zu erfahren, wie yogabegeistert man im Ortsteil ist.

Ein zweites Mal vor Ort

Sind alle Sequenzen im Kasten, muss Jana Herold schneiden und texten. Ein 30-minütiger Film wird das Ergebnis sein. Dass in Goldlauter-Heidersbach dem Wintersport eine wichtige Rolle zukomme, wolle sie dabei auf jeden Fall herausstellen.

Nach Vesser ist Goldlauter-Heidersbach der zweite Suhler Ortsteil, der im MDR groß rauskommt. Rund 200 Dörfer in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden in der Sendereihe schon vorgestellt. Die MDR-Crew gibt außerdem das Versprechen ab, ein weiteres Mal vorbeizukommen. Wenn Corona vorbei ist, darf der Ortsteil ein zweites Mal zeigen, was am Wochenende in ihm steckt.

•Die Sendung „Unser Dorf hat Wochenende“ wird am Sonntag, 6. Februar, um 9 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt. In der ARD-Mediathek ist die Sendung bereits am Samstag, 5. Februar, ab 9 Uhr zu sehen.

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