Marode Straße Fahrbahnreparatur wird vorgezogen

Stellenweise zerfallen zeigt sich die Straße von Sonneberg nach Spechtsbrunn. In absehbarer Zeit, so heißt es, will das Landesamt für Bau und Verkehr Abhilfe schaffen. Foto:  

Die Stadt Sonneberg und das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr einigen sich auf vorzeitige Teilsanierung des Spechtsbrunn-Zubringers.

Aufatmen für Berufspendler und Bürger des Oberlandes: Für die L1150 – also die Verbindungsstraße von Sonneberg nach Spechtsbrunn – ist nach Verhandlungen mit dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Region Südwest (TLBV) eine Lösung in Sicht. Das teilte Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt am späten Dienstagnachmittag nach intensiven Gesprächen mit dem Träger der Landesstraße mit.

Schlaglöcher, Asphaltschäden und teils sehr strapazierte Straßenabschnitte haben Anwohner und Nutzer des wichtigen Zubringers bereits häufiger kritisiert (Freies Wort berichtete mehrfach). Zuletzt im Oktober vergangenen Jahres hatten Mitglieder des Ortsteilrates ihrem Unmut über den Zerfall der Straße innerorts Luft gemacht.

Eine Sanierung der Straße, so resümierte am Dienstag noch einmal Stadtsprecherin Cindy Heinkel, stehe eigentlich erst in Aussicht, wenn der Streckenzug der L1150 zwischen Schneidemühle und Spechtsbrunn auch wasser- bzw. abwasserseitig vom Zweckverband rekonstruiert wird und ein geplanter Kläranlagenbau realisiert werden kann.

„Da es bis dahin noch dauern kann, haben wir versucht, für die Zwischenzeit einen gangbaren Weg zu finden und uns mit dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr wegen der Problematik in Verbindung gesetzt“, schildert Rathauschef Voigt. Verschiedene Varianten wurden durchgespielt und Vorschläge diskutiert.

Dieser neue Weg soll jetzt laut der Behörde und dessen Vertreter Carsten Fehringer, kommissarischer Sachbereichsleiter des TLBV, kurz zusammengefasst so aussehen: „In den Ortslagen Spechtsbrunn, Friedrichsthal und Schneidemühle werden wir eine großflächigere Fahrbahnreparatur vorziehen“, erklärt Carsten Fehringer. Abschnittsweise solle in genannten Ortslagen die Asphaltdeckschicht saniert werden. Fehlstellen wurden lokalisiert und werden im Zuge dessen behoben.

Einzuordnen ist dies laut Fehringer in einen komplexeren Zusammenhang, der verschiedene TLBV-Projekte berücksichtigt und nun auf Bestreben der Stadt Sonneberg und das Engagement des Bürgermeisters noch einmal neu bewertet wurde.

Im Jahr 2022 will das TLBV mit dem letzten Bauabschnitt in Lauscha fertig sein. Für 2023 ist zwischen Steinach und Lauscha an der Göritzmühle der Bau einer Stützwand zur Steinach hin geplant und dafür die Sperrung der L1148 und L1149 vorgesehen. „Für diesen Zeitraum wird die L1150 als Umleitung benötigt. Deshalb muss die Straße so ertüchtigt werden, dass sie den Umleitungsverkehr verkraftet“, erläutert Fehringer.

Einen Blick in die mittelfristige Zukunft wirft er ebenfalls: „Wenn wir dann an der Göritzmühle fertig sind, wird eine Erhaltungsmaßnahme der Straßenbauverwaltung in der Ortslage Hasenthal und den anliegenden, freien Strecken umgesetzt.“

Grundsätzlich sei der Erhaltungsbedarf im Landesstraßennetz sehr hoch und könne deshalb nur nacheinander abgearbeitet werden, heißt es. Insofern sei er froh, dass für die Anwohner im Oberland trotz des Umleitungsverkehrs in absehbarer Zeit Linderung geschaffen werden könne.

Autor

 

Bilder