Marktsanierung Arnstadt Tief in den Grund und hoch in den Himmel

Die Vorstellung des Projektes Marktsanierung haben 130 Interessierte verfolgt. Planer und Bürgermeister standen Rede und Antwort. Baubeginn soll im Frühjahr 2026 sein.

Das Interesse der Bürger an der Vorstellung der Pläne für den Arnstädter Markt war groß. Foto: Stadtverwaltung

„Großes Interesse und konstruktiven Austausch“ bescheinigt Stadtsprecher Sven Keßler der Vorstellungsrunde des Großprojektes Marktsanierung in Arnstadt. Etwa 130 Bürger seien der Einladung der Stadtverwaltung zusammen mit den beauftragten Planungsbüros gefolgt und ließen sich im Rathaus Arnstadt aus erster Hand informieren. Bürgermeister Frank Spilling stellte zunächst den bisherigen Werdegang des Großprojektes vor, bevor es um die konkrete Neugestaltung ging. Wörtlich sagte er dazu: „Unser Marktplatz ist ein Ort, der Arnstadt seit Generationen prägt – mit Geschichte, mit Atmosphäre und mit vielen persönlichen Erinnerungen. Auch für mich, schon als kleiner Junge, war dieser Platz ein vertrauter Mittelpunkt. In vielen Gesprächen erlebe ich, wie sehr der Markt Menschen berührt – und genau das kann ich gut nachvollziehen.“

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Leitungsnetze teils Jahrzehnte alt

Zur Notwendigkeit der Sanierung erläuterte Spilling, dass unter dem Markt ein Leitungsnetz verlaufe, das in Teilen Jahrzehnte alt und deutlich verschlissen sei. Ohne Erneuerung drohten Störungen, Reparaturen im laufenden Betrieb und hohe Folgekosten. Auch die beiden unabhängigen Baumgutachten zeigten übereinstimmend, dass die Linden geschwächt seien und nur noch wenige Jahre hätten. Spilling betonte: „Diese Erkenntnisse dürfen wir nicht ignorieren – wir müssen sie in unserer Planung berücksichtigen.“

35 Jahre alte Linden

Im Anschluss präsentierten Architekt Thomas Rahner-Heinisch, Thomas Grobe (Planer Tiefbau) und Roland Dengler (Baumgutachter) detailreich, welche Arbeiten notwendig sind – von der Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur über die Neubepflanzung mit rund 35 Jahre alten Silberlinden bis hin zur Aufstellung des historischen Bismarck-Brunnens und der künftigen Pflastergestaltung. Nach der Präsentation gab es einen regen Austausch. Die drei Experten und der Bürgermeister beantworteten zahlreiche Fragen und gingen weiter ins Detail; der rund 90-minütige Dialog drehte sich überwiegend um die geplanten Baum-Neupflanzungen.

Am Ende der Veranstaltung zog Frank Spilling ein positives Fazit: „Mit unseren Maßnahmen sichern wir das, was den Markt ausmacht: Er ist ein grüner Ort im Herzen der Stadt, der auch kommende Generationen trägt.“ Zusätzlich betonte er: „Die Bürgerveranstaltung zur Marktsanierung war sehr konstruktiv. Die Argumente wurden sachlich ausgetauscht, und ich freue mich, dass ein offener und direkter Dialog möglich war. Die anwesenden Bau- und Baumexperten haben die fachlichen Zusammenhänge detailliert und nachvollziehbar dargestellt. Die Sanierung ist gut vorbereitet. Wir werden sie gemeinsam zum Erfolg führen – damit der Marktplatz das bewahrt, was ihn ausmacht, und gleichzeitig im Sinne kommender Generationen technisch und infrastrukturell erneuert wird.“

Baubeginn soll im Frühjahr 2026 sein.