„Was mach ich nur“, sagt der Zettel und breitet verzweifelt seine Arme aus, später reckt er sie sogar gen Himmel. „Was mach ich nur.“ Die Hauptfigur des Stadtschreibers, gespielt von Jens Walther, weiß nicht so recht, was sie tun soll in dieser Szene des Stückes „Ein Winternachtstraum“, das am Freitagabend bei etwa vier Grad in der Kirche in Marisfeld geprobt und zu Heiligabend ab 17.30 Uhr aufgeführt wird. „Wir fangen noch mal an, der Jens kommt noch mal rein, bitte“, sagt Anna-Theres Götz, die das Stück geschrieben hat und erneut Regie führt. Die Marisfelder feiern ein doppeltes Jubiläum: 30 Jahre Krippenspiel in dieser Form und 20 Jahre Regie von Anna-Theres Götz. Ihr Vater, der Pfarrer Ulrich Götz, hatte die Krippenspielreihe der eigens geschriebenen Stücke, in welche die Weihnachtsgeschichte mit der Geburt Jesu eingebettet ist, vor drei Jahrzehnten begonnen. Seine Tochter hat sie fortgesetzt.
Marisfeld Krippenspiel-Jubiläum und der verzweifelte Zettel
Jan-Thomas Markert 23.12.2024 - 20:59 Uhr