Man muss sich das einmal vorstellen: Da richtet ein Land die größte Sportveranstaltung der Welt aus – und hat insgeheim die Furcht, dass niemand kommt. Genau das verriet mir ein Mann an der Kasse eines Burgerladens, während er meine Bestellung eintippte. Die USA, sagte er, hätten ein bisschen Sorge gehabt, dass wegen des derzeit reichlich lädierten Images in Europa kaum jemand den weiten Weg über den Atlantik antreten würde. Und dann schob er einen Satz hinterher, der mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf ging: Es gehe doch gar nicht um die große Politik. Die Menschen wollten doch überall im Grunde dasselbe – friedlich leben, das Beste für ihre Familie, ein bisschen Glück. Auf dieser Basis komme man eigentlich ganz gut miteinander aus.