Es gibt Niederlagen, die man einordnen kann. Man verliert, analysiert, hakt ab. Und dann gibt es Niederlagen wie diese am Montagabend in Boston. Das deutsche Aus gegen Paraguay hat mich, ich gestehe es, erst einmal sprachlos gemacht. Nicht weil ich der emotional überwältigte Fan-Typ wäre – Tränen werde ich über kein Fußballergebnis vergießen, das gehört zu meinem Selbstverständnis als Berichterstatter. Aber eine echte Enttäuschung, eine handfeste Frustration über dieses Ausscheiden – das lässt sich nicht wegdiskutieren, selbst bei demjenigen nicht, der die Nationalmannschaft seit Jahren professionell beobachtet. Vielleicht sogar besonders dann.