Mahnwache Neuhäuser Händler bangen um ihre Existenz

Mit einer Mahnwache vor der Holzkirche setzten am Samstagnachmittag Händler, Gewerbetreibende und Touristiker aus Neuhaus und Umgebung ein Zeichen des Protests gegen die ruinösen Folgen des Lockdowns.

Neuhaus am Rennweg - Aufgerufen hatte hierzu der örtliche Gewerbe- und Tourismusverein um Anett Lämmchen. Die Unternehmer hatten schon vor einigen Wochen einen Brandbrief an den Thüringer Ministerpräsidenten verfasst, in dem dieser aufgefordert wurde, eine Öffnungsperspektive aufzuzeigen. Eine Antwort ist zwischenzeitlich eingetroffen, viele Beteiligte nennen sie enttäuschend.

Sollte die gegenwärtige Auflage, die Geschäfte, Hotels und Gaststätten aus Gründen des Ansteckungsschutzes geschlossen hatten zu müssen, auf unbestimmte Zeit fortdauern, seien Unternehmensaufgaben und Insolvenzen unvermeidlich, hieß es vor Ort. Die Mahnwache öffentlich anzukündigen, darauf hatten die Organisatoren vorab bewusst verzichtet. Mit den Ordnungsbehörden war zudem eine Obergrenze von 30 Teilnehmern vereinbart worden, um so den Vorplatz der Holzkirche - das berühmteste Wahrzeichen der Rennsteigstadt - nutzen zu können für die Aktion.

Eine Kundgebung gab es nicht. Nach einer halben Stunde zerstreute sich die von Polizei und Ordnungsamt begleitete Versammlung friedlich.

 

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