Im Modehaus Johannes fand sie den passenden Hut und schwuppdiwupp war sie eine feine Dame, die es faustdick hinter den Ohren hatte. Je mehr Johanna Witt erzählte, um so gruseliger wurde es. Am Ende aber überlisteten Hänsel und Gretel diese Person und halfen der Polizei dabei, sie festzusetzen. Und die Moral von der Geschicht, trau schönen Damen in Schmalkalden nicht. „Auch so eine kann eine Hexe sein“, meinte Johanna Witt mit erhobenen Zeigefinger. Fehlen noch Gertie Stemmler und Gudrun Hammel. Auch sie traten als Märchentanten in Erscheinung, wobei Gudrun Hammel den Esel aus Bremen spielen musste. Den vier verkrachten Existenzen nämlich gelang es, Hausbesitzer zu werden. Und die Bude stand in Berlin, genauer in Wandlitz. Nicht nur der Esel war etwas speziell, auch der Jagdhund hatte sie nicht mehr alle. Nach einem Lehrgang nämlich ging er den Jägern von ganz alleine vor die Flinte. Der Katze fehlten die weißen Mäuse und der Hahn war ein zentrales Schönwettertier. Man merkt, die Tiere litten unter ihrer DDR-Vergangenheit und wollten deshalb in den Westen. Aber: „Kein schöner Landsitz weit und breit als der in Wandlitz“ - sangen alle vier das beliebte Lied und entschlossen sich zu renovieren. „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tapezieren sie noch heute“, lautete der Schlusssatz von Gertie Stemmler und es folgte ein großer Beifall. Die außergewöhnliche Tour führte von der Auer Gasse über die Pfaffenwiese und den Katzensprung zur Alten Schule neu. Dort gab es ein Schnäpschen zum Abschluss für alle. Die Stadtführer bekamen ein großes Lob. Rosemarie Erhardt verteilte selbst gebastelte Wichtel mit handgestrickten Mützen an die Akteure. Das Publikum applaudierte und machte sich mit einem Lächeln im Gesicht auf den Heimweg.