Für was so ein Fahrradgepäckträger alles gut ist: 20 Flaschen Bier und eine Knackwurst haben darauf locker Platz. Einen Bollerwagen vermisst die Herrenrunde, die am Männertag auf historischen Fahrrädern unterwegs ist, nicht. Seit neun Jahren sind die Suhler, die zum Teil schon lange nicht mehr in der Stadt wohnen, gemeinsam unterwegs. „Das hat mal als Junggesellenabschied angefangen“, erinnert sich Marcus Stiebritz. Nach und nach kaufte sich jeder der Freunde ein eigenes altes Fahrrad. Inzwischen satteln sie einmal im Jahr, immer an Himmelfahrt, ihre Räder und machen sich auf den Weg in eine größere Stadt. Diesmal geht’s von Suhl aus über den Rennsteig weiter bis nach Friedrichroda. „Wir waren mit unseren Rädern auch schon in Weimar und in Erfurt“, erzählt ein Mitfahrer. Sie seien allesamt Radsport-begeistert und gut trainiert, sagt Marcus Stiebritz. Nun kommt es nur noch drauf an, dass die Drahtesel durchhalten. Das älteste Modell der Runde stammt aus dem Jahr 1936.