Ludwigschorgast unter Schock Kripo ermittelt nach Tragödie in der Kita

Am Tag nach dem schrecklichen Unglück ging der Betrieb in der Kita in Ludwigschorgast weiter, so gut es unter den bedrückenden Umständen ging. Auch der Pfarrer war den ganzen Tag in der Einrichtung, um Trost zu spenden, berichtet Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani. Foto: Joachim Dankbar

Die Kriminalpolizei muss nun klären, wie der zweijährige Junge aus der Kita entwischen konnte. Wie der Bub ins Nachbargrundstück gelangen konnte, wo er ertrank, ist noch völlig unklar.

Ludwigschorgast - Einen Tag nach dem schrecklichen Unglück, bei dem (wie berichtet) ein zweijähriger Junge aus der Ludwigschorgaster Kita ausgebüchst und in einem Nachbargrundstück in einem Wasserbecken ertrunken war, laufen die polizeilichen Ermittlungen auf Hochtouren.

Polizeisprecher Matthias Potzel aus dem Bayreuther Polizeipräsidium sagte gegenüber unserer Zeitung, es gebe noch nichts Neues zu dem furchtbaren Unfall zu berichten. Nun nehmen, nachdem am Unfalltag zunächst die tiefe Betroffenheit im Vordergrund gestanden war, die Ermittlungen Fahrt auf.

Im Vordergrund stehe dabei natürlich die Frage, wie es dem zwei Jahre alten Buben gelungen ist, unbemerkt das Gelände der Kita zu verlassen. In diesem Punkt steht auch die Polizei noch vor einem Rätsel. Das gesamte Kita-Grundstück ist eingezäunt. Der Zaun weist keinerlei Lücken auf, durch die ein Kleinkind schlüpfen könnte. Das hat die Kripo noch am Dienstag untersucht. Jetzt müssen Vernehmungen geführt werden, um hoffentlich Antworten zu finden.

Der Kita-Betrieb in Ludwigschorgast geht trotz des Unglücks weiter, auch wenn laut Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani wohl etliche Eltern ihre Kinder am Mittwoch zu Hause gelassen haben. Alle stünden noch unter Schock und auch weiterhin vor einem großen Rätsel: Wie konnte der Zweijährige nach draußen gelangen? Das gesamte Gelände sei eingezäunt. Der Zaun sei für ein Kleinkind unüberwindbar. Es gebe keine Lücken. Man müsse nun abwarten, ob die Polizei die Frage klären kann.

Doch selbst dann bleibe die tiefe Trauer: „Man kann nach der Ursache forschen, wie man will. rückgängig machen kann man das Unglück nicht.“

 

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