Lokalsport Ilm-Kreis Zwei Millionen Bundes-Fördermittel für den Ausbau des Sportparks Martinroda

Dunkle Ecken – wie hier beim Derby gegen Geratal vor knapp zwei Jahren – soll es mit dem neuen Stadionlicht dann nicht mehr im Sportpark Martinroda geben. Foto: Gerhard König

Möglichkeiten für den Freizeitsport, mehr Kapazität fürs Nachwuchstraining und bessere Oberliga-Infrastruktur – dafür will Martinroda die zugebilligten Bundesfördermittel in Höhe von zwei Millionen nutzen.

Martinroda - „Wir waren sehr überrascht. Als wir den Antrag dafür gestellt haben, da hat ja kaum einer damit gerechnet, das wir das auch wirklich bekommen würden“, so kommentiert Andreas Hergert, Vorsitzender des FSV Martinroda, den unerwarteten finanziellen Segen von zwei Millionen Euro. Den werden die Gemeinde und der Verein aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erhalten – aufgelegt im Bundesministerium des Innern sowie für Bau und Heimat (BMI). „Gemeinderat, Bürgermeister Günther Hedwig und VG-Chef Frank Geißler haben sich für eine Sanierung und Erweiterung des Sportparks Martinroda stark gemacht und gemeinsam mit dem ortsansässigen Fußballverein einen Antrag auf den Weg gebracht, der nun positiv entschieden wurde ... Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz“, heißt es in einer Pressemitteilung des FSV-Vorstands.

Wobei dessen Vorsitzender Andreas Hergert bewusst eine Rang- und Reihenfolge aufstellt dessen, was nun mit dem Geld geschehen soll: Schaffung öffentlich zugänglicher Orte für den Freizeitsport, Erweiterung der Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs und schließlich Ausbau der Fußball-Infrastruktur für den Oberliga-Standort.

Bei Letzterem geht es vor allem um die Beleuchtungsanlage am Kunstrasenplatz, die saniert bzw. modernisiert werden soll. „Hier soll es eine energiesparende Variante werden“, so Andreas Hergert. Der Trend gehe hin zu LED. „Es soll heller werden, und wir hoffen natürlich auch auf eine professionelle Einstellung, sodass nun auch alle Ecken des Platzes voll ausgeleuchtet werden.“ Wie so viele Sportplatz-Beleuchtungsanlagen der Region ist auch jene von Martinroda bisher eigentlich nur mit „Trainingslicht“ ausgerüstet, aber die dort ebenfalls gern ausgetragenen Punktspiel-Derbys am Freitagabend würden durchaus ein paar Lux mehr benötigen.

Des Weiteren soll das Geld dazu dienen, das Vereinsheim (hier vor allem den hinteren Bereich) und die Nebengebäude zu modernisieren.

Das zweite große Objekt, für welches die Millionenförderung genutzt werden soll, ist der Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes auf dem Sportpark-Gelände. Hier hat man neben den verbesserten allgemeinen Trainingsbedingungen vor allem die Nachwuchsarbeit des Vereins im Blick: „Wir haben binnen kürzester Zeit einen Nachwuchsbereich aufgebaut, in dem alle Altersklassen besetzt sind. Da gibt es natürlich einen hohen Bedarf an Trainingszeiten“, erläutert Andreas Hergert. „Wenn wir pro Trainingstag ab 17 Uhr drei bis vier Mannschaften auf der Anlage unterbringen wollen und dann hinterher noch das Training der ersten Männermannschaft gewährleisten müssen, da geraten wir schon in tüchtige Probleme, das alles richtig aufzuteilen.“ Zudem ist der Rasenplatz witterungsbedingt nicht immer benutzbar – eine weitere Kunstrasenfläche würde da einiges ganz erheblich entspannen.

Und schließlich sollen mit der Förderung „im Sportpark Martinroda öffentlich zugängliche Orte für den Freizeitsport geschaffen werden“, wie Gemeinde und Verein mitteilen. Erste Ideen sind zum Beispiel der Bau eines Fitness-Parcours und die Sanierung des Beachvolleyball-Platzes.

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