Lokalsport Ilm-Kreis Wichtig ist, dass der Rennsteiglauf stattfindet

Dieses Bildmotiv wird sich im Jahr 2021 frühestens Anfang Oktober ergeben. Foto: Gerhard König

Die am Sonntag verkündete coronabedingte Verlegung des GutsMuths-Rennsteiglaufs von Mai auf Anfang Oktober wird von bekannten Rennsteigläufern des Ilm-Kreises durchweg begrüßt.

Ilm-Kreis - Der aus Großbreitenbach stammende Marcel Bräutigam, einer der erfolgreichsten Rennsteigläufer der letzten Jahre, meinte: „Es war wohl folgerichtig. Im Mai wird sicher noch kein Event mit 15 000 Läuferinnen und Läufern ausgerichtet werden können. Die Verlegung in den Oktober verbindet sich mit der Hoffnung, dass es dann ein echtes Event wird, wie man es vom Rennsteiglauf gewohnt ist. Mir persönlich kommt die Verlegung sogar entgegen, da ich derzeit wegen eines Knieproblems nicht voll trainieren kann.“

Johanna Becherer (früher: Schreier) aus Arnstadt kann aus privaten Gründen die Saison nicht mit absolvieren, begrüßte aber dennoch die Verschiebung und verweist auch auf einen medizinischen Aspekt: „Läuferinnen und Läufer gehören ja nicht zur Hochrisikogruppe, daher hätten im Mai wohl nur wenige starten können, die bereits geimpft sind. Das dürfte Anfang Oktober anders sein.“

Für die Ilmenauer Triathleten Heike und Veit Kohl hat die Verlegung sogar einen positiven Effekt: „Wir hätten jetzt eine Chance, überhaupt teilnehmen zu können. Wir haben unsere Wettkampfplanung von 2020 auf 2021 übertragen und hätten im Mai die ersten Triathlon-Wettkämpfe gehabt“, so Veit Kohl. Saisonhöhepunkt sind dann der Ironman-Triathlon von Roth und die deutsche Meisterschaft. „Die Verlegung ist absolut nachvollziehbar, denn so ein Event erfordert eine sichere Planung, und da sich die Anti-Corona-Maßnahmen ständig ändern, kann diese Sicherheit nicht gewährleistet werden. Ich glaube fest daran, dass das im Oktober anders aussieht, und hoffe, dass wir bereits im Sommer unsere Wettkämpfe machen können.“

Alexander Fritzsch aus Plaue hat „schon länger mit dieser Terminverlegung gerechnet. Ich glaube nicht daran, dass man vor Juni einen Lauf auf normale Weise austragen kann, und bei Varianten mit Abstand und Maske, die es im letzten Jahr ja auch gab, geht viel von der Atmosphäre, die ein solcher Lauf nun einmal braucht, verloren. Man muss sich umorientieren auf virtuelle Läufe.“

„Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Rennsteiglauf diesmal überhaupt stattfindet – eine Verlegung ist also besser als eine Absage“, meinte Roman Freitag von der Katholischen Laufjugend Arnstadt. „Und jetzt können die Rennsteiglauf-Organisatoren in Ruhe planen.“

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