Lokalsport Ilm-Kreis Tim und Johann sind die Besten beim Jonglieren

Die Stützpunkttrainer Horst Grohmann, Henry Buchberger und Andreas Carl (hinten, von links) mit ihren Schützlingen. Foto: DFB-Stützpunkt Ilm-Kreis

Der DFB-Stützpunkt Ilm-Kreis konnte, da der Trainingsbetrieb für Nachwuchssportler erlaubt ist, sein Programm fortsetzen und auch den jetzt anstehenden sportmotorischen Test absolvieren. Leider schafft es derzeit kein Spieler aus dem Ilm-Kreis in die Auswahlmannschaften von Südthüringen bzw. des TFV.

Arnstadt - Weil der Trainingsbetrieb für Nachwuchssportler ab Anfang November wieder erlaubt war konnte auch der DFB-Stützpunkt Ilm-Kreis den jetzt anstehenden sportmotorischen Test des DFB in der Arnstädter Jahn-Sporthalle absolvieren – natürlich wie überall ebenfalls nur unter strengen Hygieneauflagen. Getestet wurde daher in zwei Gruppen an zwei Tagen – einmal für den jüngeren Jahrgang (2009/10) und einmal für den älterer Jahrgang (2007/08).

Solche Tests gibt es zweimal im Jahr, immer mit dem gleichen Aufbau. Überprüft werden Technik, Koordination und Schnelligkeit, und zwar immer in der Halle. Denn hier sind wegen des Bodenbelags die Bedingungen am ehesten vergleichbar – und damit auch die Ergebnisse.

Bei diesem sportmotorischen Test müssen die Spieler fünf verschiedenen Stationen bzw. Disziplinen absolvieren: 1. „Lineare Schnelligkeit“: Gerade Sprints über zehn und 20 Meter. 2. „Azyklische Schnelligkeit“ (oder Gewandtheit ohne Ball): Slalomlauf durch sechs hintereinander aufgestellte Stangen. 3. Dribbling: Noch einmal der Slalomlauf durch sechs Stangen, diesmal aber mit Ball. 4. Ballkontrolle (Passen und Ballannahme): Die Spieler müssen den Ball sechsmal aus der Drehung so schnell als möglich an zwei gegenüberliegende Bänke spielen, und zwar jeweils aus einem markierten Quadrat heraus. Am Ende muss der Ball mit „Fuß drauf“ gestoppt werden. 5. Jonglieren (Ballhochhalten): Der Ball muss in maximal 45 Sekunden abwechselnd mit dem linken und dem rechten Fuß jongliert werden, dabei müssen die Spieler einen Parcours mit Hütchen durchlaufen. Es zählt die Anzahl der umrundeten Hütchen.

Die Spieler erhalten mit diesen Tests eine präzise Rückmeldung über ihr aktuelles Leistungsvermögen und ihre Entwicklung seit dem vergangenen sportmotorischen Test. Natürlich kann man bei den Jugendlichen damit nicht unbedingt alle fußballerischen Fähigkeiten feststellen, aber es können gewissen Erkenntnisse für die weitere Entwicklung gezogen werden. Der Test zeigt den Trainern außerdem, wo die Defizite sind und die Talente wissen, was nunmehr verstärkt geübt werden muss. Die Testergebnisse können aber das Gesamturteil der Stützpunkttrainer nicht ersetzen.

Diese regelmäßige Leistungsdiagnostik zeigt nun allerdings im Rückblick auf die vergangenen Jahre, dass diese Fähigkeiten bei den Talente nachgelassen haben. Es ist daher auch kein Zufall, dass kein Spieler aus dem Ilm-Kreis es aktuell in die Auswahlmannschaften von Südthüringen oder gar in jene des Thüringer Fußball-Verbandes geschafft hat. Deshalb zählt unter anderem: „Jeder Test ist besser als kein Test“. Die Stützpunkttrainer Horst Grohmann, Andreas Carl und Henry Buchberger sichten außerdem ständig bei Wettkämpfen und Vereinstraining, damit kein Talent verborgen bleibt. Wird eines gefunden, folgen Rücksprachen mit Eltern und Vereinstrainern.

Eine positive Leistungssteigerung war bei diesem DFB-Test bei den Ilm-Kreis-Talenten Tim Griese (Wachsenburg Haarhausen) und Johann Höpfner (Germania Ilmenau) – beide mit Bestwerten bei dem besonders schwierigen Jongliertest – sowie Yehor Muravlyov (FSV Martinroda) und Julien Zentgraf (SV 1911 Gehren) festzustellen.

Das weitere Stützpunkttraining für dieses Jahr ist nun allerdings wegen der Corona-Pandemie und des Ansteckungsrisikos abgesagt worden.

 

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