Lokaler Arbeitsmarkt Kreissüden hat die niedrigere Quote

Thomas Klämt
Der Ilm-Kreis fügt sich laut Agentur für Arbeit mit seiner Entwicklung in den Trend Mittelthüringens am Arbeitsmarkt ein. Foto: /Daniel Bockwoldt

Der Süden des Ilm-Kreises bleibt am Arbeitsmarkt der Vorreiter im Ilm-Kreis. Insgesamt legte die Region zwischen Thörey und Altenfeld bei sozialversicherungspflichtigen Jobs aber etwas zu.

Ilmenau/Arnstadt/Erfurt - Im Kreissüden ist die Arbeitsmarktsituation für beschäftigte Arbeitnehmer etwas besser als im Norden. Für die Region um Ilmenau meldete die Arbeitsagentur Erfurt zum Monatswechsel eine Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent. Der Kreisnorden steht mit 5,3 Prozent einen guten halben Prozentpunkt schlechter da. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote rund um Arnstadt bei 6,1 Prozent, rund um Ilmenau bei 5,6. Der Abstand wurde also leicht größer im September.

In beiden Kreisteilen aber ging die Arbeitslosigkeit nicht nur im September zurück, sondern auch über die zurückliegenden zwölf Monate. Im Umfeld der Universitätsstadt sank sie im September um 28 Betroffene auf nun 1131 Arbeitslose, rund um die Kreisstadt um 50 auf 1660 Arbeitslose. Für den Kreisnorden bedeutet dies einen Arbeitslosenrückgang um 235 Menschen binnen eines Jahres, für den Kreissüden einen Rückgang um 225.

Der Ilm-Kreis fügt sich mit seiner Entwicklung im September in den Trend Mittelthüringens am Arbeitsmarkt ein, steht aber im Raum Ilmenau deutlich besser da. Die Arbeitslosenquote sank in Mittelthüringen im September von 5,5 auf 5,3 Prozent, das ist exakt auch der Quotenstand um Arnstadt. Der Raum Ilmenau tendiert mit 4,7 Prozent jedoch eher zum Mittelthüringer Vorreiter auf dem Arbeitsmarkt. Dort liegt das Weimarer Land unangefochten mit aktuell 4,0 Prozent Arbeitslosenquote vornan.

Gestiegen ist im Ilm-Kreis die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen. Deren Anteil wuchs nach aktuellstem Stand um 1,3 Prozent. Allerdings ist das die Entwicklung im Vergleich zwischen 1. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021, weil für diese Zahlen eine sechsmonatige Wartefrist gilt, um sie gesichert verkünden zu können, also Ende März in diesem Falle. 38 489 Menschen waren laut Arbeitsagentur Ende März in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis beschäftigt, 479 mehr als im Vorjahresquartal. Die stärkste Zunahme sozialversicherungspflichtiger Jobs gab es demnach in den Branchen der Immobilien, freien Berufe sowie wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, wo es einen Anstieg um gut 15 Prozent laut Agentur gab. In der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie allerdings fiel sie um 1,4 Prozent. Auch beim Handel sowie Reparatur und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen setzte ein Rückwärtstrend ein mit 97 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weniger. Dem steht die Gastronomie mit 96 weniger kaum nach. Unter dem Negativtrend finden sich allerdings auch das Baugewerbe sowie Erziehung und Unterricht. Hingegen legten Konsumgüterherstellung, öffentliche Verwaltung, Gesundheitswesen, Kommunikation, Verkehr und Lagerei und Herstellung von Vorleistungsgütern alle noch gut zu, wie auch Finanzdienstleister, Wasser, Abwasser, Abfall und Energieversorgung gerade noch so. tom

 

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