Roswitha Hoffmann und Margit Schiffner vom Arbeitskreis Mundart bereichern die Sammlung seit Beginn der Aktion mit heimatnahen, humorvollen Beiträgen. Von „Schwarza Beern“ bis hin zum Thema Aneinander-Festhalten von der Jugend bis ins Alter spiegeln ihre Texte das Leben in der Region wider. Eine besondere Tiefe bietet Erik Blume Benndorf, Sänger von „Halbe Farben“, dessen Beitrag „Gesten von Gestern“ mehrfaches Lesen erfordert, da er bei jedem Durchgang neue Facetten offenbart. Ebenso persönlich ist Denise Fischers Geschichte ihrer Uroma, die eindrücklich zeigt, wie sehr sich das Leben auf dem Land in 100 Jahren gewandelt hat. Der Jahresreigen 2026 beginnt mit der philosophischen Zeile „Das Leben ist ein Traum“ und endet mit dem Wunsch nach „Sehnsucht“ – ein Aufruf, diese für ein gutes Leben und positive Ansichten für Thüringen zu bewahren. „Darum geht es nämlich auch“, so Büttner. Die Leute sollen Texte und Bilder zum Nachdenken haben. Das können traurige, lustige oder absurde Texte sein. Dem sei da keine Grenze gesetzt.