Sicher; man muss niemanden in Suhls größtem Ortsteil erzählen, wer Ernst Gebhard Salomon Anschütz war. Dem Rest der Welt aber vielleicht doch. Er wurde 1780 in Goldlauter-Heidersbach geboren – als Pfarrerssohn. Später zog er als Lehrer nach Leipzig an die Nikolaischule. So glücklich er auch war, es sollte zu einem heftigen Streit mit dem Rektor kommen. Anschütz schaute nachdenklich aus dem Fenster und sah, wie Tannenbäume abgeladen wurden, die Menschen nach Hause tragen. So etwas gab es in seiner Kindheit nicht. Also holte auch er sich einen Baum, der all das Bedrückende nichtig zu machen schien. Ernst Anschütz war beseelt und voller sinnbildlicher Gedanken. So geschah es, dass er ein Lied aus der Sammlung von August Zarnack heraussuchte, das von einem Tannenbaum handelte und dem Wesen nach ein Liebeslied war. Dem fügte er weihnachtliche Dichtungen hinzu.
Lied „O Tannenbaum“ Mega-Hit ist Marke für Suhl
Heike Hüchtemann 22.11.2024 - 12:21 Uhr