Ohne Krimi brauchten die gut 80 Zuhörer der Lesung von Vincent Kliesch im Parkcafé am Dienstag zur Vollmondnacht nicht ins Bett zu gehen, sofern sie sich den Thriller „Auris – tödlicher Schall“ gekauft hatten. Ordentlich Appetit aufs Lesen seines Buches hatte der Autor, welcher nicht das erste Mal zu Gast in Ilmenau war, in lockerer Erzählung und im Schnellsprechvortrag weniger Textstellen gemacht. Sein Ideengeber Sebastian Fitzek gab ihm diesmal beim Schreiben der Kriminalerzählung freie Hand. Und das habe er weidlich genutzt, um all das in der Erzählung unterzubringen, was ihm in seinem „Friedhof im Kopf an all den abgefahrenen Ideen seit seiner Kindheit herumschwirrte“, ließ er die Zuhörer wissen. „Der Autor kann nur gut sein, wenn er erzählt, was er will“, offerierte er dem Publikum. Der fünfte Thriller der Auris-Reihe erzählt von einem psychopathischen Kollegen mit dem absoluten Gehör, der Jagd auf den forensischen Phonetiker Matthias Hegel macht.