Leserfotoaktion Schmunzelmomente

Antje Kanzler

Finale! Auch wenn wir noch immer nicht alle der rund 70 Einsendungen im Meininger Tageblatt veröffentlichen konnten, endet unsere Leserfotoaktion zum Weltkatzentag
mit der heutigen Bilderseite. Sämtliche Fotos – auch die nicht gedruckten – kann man in einer Bildergalerie im Internet unter insüdthüringen.de
nachbetrachten . Allen Teilnehmern ein großes Dankeschön für ihre tierisch schönen Fotos und Geschichten. Wir beschließen die Serie mit (hauptsächlich) Katzenmotiven zum Schmunzeln.

Das Zusammenleben mit Katzen bietet viele heitere Seiten. Unsere Leser haben solche Schmunzelmomente im Bild festgehalten. Ob Katze Petra wohl die Zunge herausstreckt, weil Frauchen sie in ihrem Versteck aufgespürt hat? Ihr Gesichtsausdruck passt aber ebenso zur aktuellen Hitzeplage, unter der die Pelzträger wohl noch mehr als wir Menschen leiden. Petra ist eine von drei Miezen von Gina Kretzer aus Walldorf. Das Samtpfoten-Trio ist ihr ein und alles.

Die Herzen der Familie Funk aus Meiningen hängen an Katzendame Lisa. Auch sie wirkt ganz schön geschafft auf dem Foto. Beim wenig damenhaften Kratzen am Bauch hat sich die hübsche Mieze zunächst unbeobachtet und dann ertappt gefühlt.

Wie lässt sich dieser Sommer für eine Fellnase am besten ertragen? Die neunjährige British-Kurzhaar Katze Emma dachte sich: Na, da steht doch eine Kühltasche rum. Schwups war sie auch schon drin – schließlich sind alle Taschen und Kartons ausschließlich für Katzen da. Die clevere Emma, die mit Herrchen, Frauchen, Hund Josy und Katze Lara in Schwickershausen lebt, machte es sich gemütlich. So lässt sich’s momentan aushalten.

Eine Haushaltshilfe hat Familie Riese aus Rohr in ihrem Kater Mango. „Unser liebes Katerchen Mango hilft gerne beim Auspacken von Geschenken, dabei ist er unser größtes Geschenk“, macht Familie Riese ihrem Stubentiger eine große Liebeserklärung.

Whiskey und Scotty, die Kater von Familie Lehmann aus Meiningen, sind an der Seite ihrer Familie zu echten Reiseprofis gereift. Zu Sehenswürdigkeiten dürfen sie Frauchen und Herrchen begleiten. „Wir waren mit dem Wohnmobil mit unseren Katern Whiskey und Scotty in Wales und Südengland. Die Engländer sind so begeistert von Katzen an der Leine bzw. im Katzenbuggy, dass sie zum Beispiel vor Stonehenge um ein Foto mit den angeleinten Katzen baten“. Fotos der Katerbrüder zeigen, wie entspannt sie im Wohnmobil reisen und sich mit „Katzen-Yoga“ fithalten. Whiskey und Scotty lieben sich, aber manchmal geraten sie auch in Streit. Auf dem Foto von einem solchen Kämpfchen macht Scotty dem gestiefelten Kater Konkurrenz.

Es ist schon erstaunlich, was Katzen so alles alles auf dem Kasten haben! Katze Polly von Familie Mittelsdorf aus Meiningen versucht beim Spielenachmittag ihre menschlichen Familienmitglieder zu schlagen.

Ein ähnlich pfiffiges Bürschchen scheint Kater Felix zu sein, den Familie Schellenberg aus Floh-Seligenthal vor über zehn Jahren aus der Tierauffangstation Schmalkalden geholt hat. Er „liest“ gern Zeitung, besetzt alle Arten von Kartons, Schachteln und Körbchen - egal wie klein - und fängt auch gerne mal eine Maus im Garten. „Nur die Mäuse, die sich ins Haus verirren, betrachtet er als ,dazugehörig’ und lässt sie in Ruhe. So wie bei Tom und Jerry“, erzählt Frauchen Steffi Schellenberg.

Ein Katzen-Dreamteam macht sich bei einer Familie in Herpf als Wachpersonal nützlich. „Morle und Dorle haben eine wichtige Aufgabe. Sie sind die Überwachungskameras für den Hof. Gerne beobachten sie von dort aus ihren großen Kumpel Bobby“, weiß Frauchen Dorina Kern-Griesbach zu berichten.

Eine vielseitig interessierte Katzendame ist die fünfjährige Honey, die Familie Malleé aus Meiningen 2019 aus der Tierauffangstation Meiningen adoptierte und über alles liebt. Honey war streunend im Gewerbegebiet Dreißigacker gefunden worden. „Sie hat sich ohne Probleme in unseren turbulenten Familienhaushalt mit vier Kindern und tierischen Mitbewohnern (ebenfalls alle aus dem Tierschutz oder nicht mehr gewollt) eingelebt. Sie ist ein wahrer Schatz, total verschmust, immer mittendrin und für jeden Spaß zu haben. Ob eine Spazierfahrt im Puppenwagen, Toben mit unserer Hündin Mia, ein Schläfchen im Meerschweinkäfig oder einfach mal quer vom Sofa hängen, immer wieder bringt sie uns zum Schmunzeln. Sie liebt Zahnfleisch-und Kinnmassagen oder nachts aus dem offenen Fenster den Garten zu beobachten. Ihre größte Leidenschaft allerdings ist das Fressen.“

Bei Nicole Horn aus Dorndorf leben drei Fellnasen. „Jede ist auf ihre Art etwas Besonderes“, schreibt sie. „Sammy, die Knalltüte, bringt einen immer zum Lachen. Hören tut er überhaupt nicht, er hat seinen eigenen Kopf. Das macht ihn so liebenswert. Ich bin jetzt 43 Jahre alt und war noch nie in meinem Leben ohne eine Katze. Sie geben einem so viel.“

Katz und Maus – Hund und Katz

Wie verlaufen tierische Begegnungen für Katzen, wenn es sich nicht um Artgenossen handelt? Katze Wally von Familie Bruns jedenfalls stand bei der Momentaufnahme vor der wichtigen Entscheidung: Fressen oder spielen? Sie entschied sich für spielen. Die Maus bekam ihre Freiheit. Böse Absichten mit Mäuschen scheint auch Schnucki, die Katze von Ernst aus Roßdorf, nicht zu haben. Zu ihrem Foto schrieb Ute Bansen aus Schwallungen: „Schnucki kann einfach alles tragen.“

Auch Hund und Katz sind nicht immer spinnefeind. Roland Lemmert aus Gleimershausen beweist das mit einem Foto der Tiere seiner Enkelinnen: „Das ist Kater Willi, der sich der Annäherungsversuche von Ridgeback-Hündin Lotte zu erwehren versucht (man könnte es allerdings auch genau andersherum interpretieren).“ Einträchtig beieinander leben ebenso bei Familie Ullrich in Steinbach-Hallenberg Golden-Retriever Simba, der schwarz-weiße norwegische Waldkatzen-Mix Nala und Neuzugang Balu, ein sibirischer Waldkater. Die drei sind gute Freunde und spielen und kuscheln viel miteinander.

Traurig-schöne Erinnerungen

Fotos wecken manchmal auch wehmütige Erinnerungen. „Es waren die Eisheiligen und eine sehr kalte Nacht im Mai 2020, als wir dieses winzige, unterkühlte, weinende und zitternde Fellknäul in der Scheune fanden“, erzählt Familie Müller aus Hermannsfeld über ihren Pepe. „Wir päppelten ihn auf - mit Katzenmilch, viel Liebe und einem selbstgenähten Tragetuch, in dem wir ihn stundenlang die Körperwärme schenkten, die er so brauchte. Er wiederum schenkte uns unzählige Glücksmomente, süße Fotos und eine unvergessliche Zeit. Die endete leider viel zu früh. Wieder an einem eiskalten Tag, im Februar 2021, verschwand Pepe spurlos. Wir haben alles versucht, ihn wiederzufinden. Oft denken wir an ihn und fragen uns, ob er vielleicht ein neues Zuhause gefunden hat, in dem er seinen Besitzern so viel Freude schenkt, wie uns.“

 

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