Würdet ihr eine andere Politik machen“, spottet Björn Höcke dieser Tage beim Bürgerdialog am Rennsteig, „dann gäbe es die AfD doch gar nicht.“ Auch wenn’s schwer fällt, das zuzugeben: Er hat nicht ganz Unrecht. Mittlerweile ein Drittel der Menschen im Osten würde ihr Kreuz bei dieser Partei machen – wohl kaum, weil sie sich nichts sehnlicher wünschen als die nächste Diktatur oder weil sie über Nacht zu Rechtsextremisten mutiert sind. Die gibt es, keine Frage. Die allermeisten aber haben wohl eher schlicht die Nase voll von einer Politik, bei denen sich die Regierenden nicht die Mühe machen, wichtige Themen mit der Gesellschaft auszuhandeln. Sondern die einfach das tun, was sie für richtig halten. Ohne Rücksicht auf die Meinung von Wählern, wie eine deutsche Außenministerin bekanntlich mal zu Protokoll gab.
Leitartikel Warum sich die AfD nicht wegdemonstrieren lässt
Peter Lauterbach 26.01.2024 - 18:55 Uhr