Hummels Vereinskollege Sören Klose belegte mit 78,13 Metern einen guten sechsten Platz. Der polnische Titelverteidiger Wojciech Nowicki hatte die Qualifikation nicht überstanden.
Dort hatte sich Hummel schon am Montag schwergetan und mit für ihn schwachen 75,49 Metern lediglich den zehnten Rang belegt. Im Finale der besten zwölf Werfer begann er fokussierter und trat bei sommerlichen Temperaturen am Abend auch nicht mehr in einem Trainingsanzug an. Er habe "extra Fokus aktiviert", betonte Hummel. "Und hat ganz gut geholfen."
Mit Konzentrationsübung zu Silber
Mit dem ersten Wurf auf 79,08 Meter startete der 24-Jährige gut, doch dann folgten zwei Würfe in das Netz des Wurfkäfigs.
Zwischendurch hatte Hummel im Schneidersitz noch eine Konzentrationsübung absolviert und meditiert. "Das Feld ist momentan weit offen. Da ist viel möglich. Und da sehen natürlich alle, dass sie da zugreifen wollen. Und da kommen noch mal auch Sachen durch, dass er es mit Gewalt machen will", sagte Trainerin Klaas.
Im fünften Durchgang fand Hummel seine Lockerheit wieder und brüllte den Hammer auf die Silberweite von 81,30 Metern. Bis auf Halasz, der anschließend die Weltjahresbestleistung warf, hatte die weitere Konkurrenz keine Antwort mehr parat.