Leichtathletik und Radsport Die jungen erstürmen die Spitze

Die Freude wich der Anspannung. Trotz Hitze und schwerer Strecke Foto: Heiko Matz

Überraschungssieger

Breitungen - Der Lauftreff Breitungen als Organisator des 12. Run & Bike am Pleß und der darin integrierten Thüringer Berglaufmeisterschaft erhielt am Sonntagvormittag von allen Läuferinnen und Läufern sowie den Radsportlern viel Lob für die tolle Durchführung. Noah Löser vom LTV Obereichsfeld holte sich überraschend den Thüringer Meistertitel beim 7,2 Kilometer langen Lauf hinauf zum Pleß. Anke Härtl vom Rennsteiglauf-Verein Süd ist die neue Titelträgerin.

Unter den Augen von Biathlon-Legende Frank Ullrich sowie des Vorsitzenden des Thüringer Leichtathletik-Verbandes, Heinz-Wolfgang Lahmann, verwies Löser bei hochsommerlichen Temperaturen mit seinen starken 2:29:26,9 Minuten den Routinier und Titel-Favoriten Marcel Krieghoff (SC Impuls Erfurt) auf den zweiten Rang (30:04,8 min). Über Bronze in der Meisterschaftswertung freute sich Morris Weihmüller (LTV Obereichsfeld), der nach 30:21,1 min die Ziellinie, auf 425 Höhenmetern gelegen, erreichte. In der offenen Wertung jedoch belegte der ebenfalls noch 20-jährige Roman Freitag (Erfurter LAC)den zweiten Rang (29:54,2 min). Er fiel aus der Meisterschaftswertung raus, weil sein Vereinswechsel von Eisenach nach Erfurt nicht rechtzeitig beim Verband gemeldet worden war.

Lange Zeit führte Marcel Krieghoff eine dreiköpfige Spitzengruppe an. Erst 600 Meter vor dem Ziel setzte sich Noah Löser ab und gab seine Führung nicht wieder her. „Marcel leistete eine tolle Führungsarbeit. Im ersten Streckenabschnitt hatte ich große Probleme, mitzuhalten. Auf dem kleinen Stück, auf dem es bergab ging, habe ich meinen Rhythmus gefunden und ich konnte mich absetzen. Es machte trotz der Hitze riesigen Spaß. Die Organisatoren haben einen guten Job gemacht“, meinte der Obereichsfelder. Marcel Krieghoff zeigte sich als fairer Unterlegener. „Noah hat einen guten Wettkampf hingelegt. Für mich war es in erster Linie ein Zwischenritt auf dem Weg zu meinem ersten Ultra-Marathon, den ich am nächsten Wochenende in Sachsen in Angriff nehmen möchte. Das gesamte Feld war nicht nur sehr gut besetzt, sondern auch deutlich schneller unterwegs als in der Vergangenheit. Die jungen Läufer zeigen, dass man sich um die Zukunft in Thüringen keine Sorgen machen muss. Während des Laufes merkte ich, dass alle riesig motiviert waren“, erklärte der Erfurter.

Nur kurz ärgerte sich Roman Freitag, dass sein Vereinswechsel beim Verband noch nicht „durch“ war. „Da ist in den eineinhalb Jahren seit meinem Wechsel wohl etwas in Vergessenheit geraten. Das ist aber nicht so wild. Wichtiger ist: Ich nahm mir eine Zeit unter 30 Minuten vor und das habe ich erreicht. Ursprünglich wollte ich gar nicht starten, aber dann reizte es mich doch und es hat viel Spaß gemacht. Danke an die Organisatoren, die einen tollen Job erledigt haben“, freute sich der junge Mann aus Etterwinden.

Als schnellste Frau erwies sich zwar Nadine Hübel (035:26,8 min/TriForce Fulda), weil sie aber aus Hessen und nicht aus Thüringen kommt, wird sie „nur“ als Siegerin in der offenen Wertung geführt. Die 37-Jährige zeigte sich begeistert von der Veranstaltung. „ Das ist ein Lichtblick. Der Lauf und die Stimmung im Ziel waren toll.“ Groß war die Freude bei der erfahrenen Anke Härtel, die nach 42:34,3 min das Ziel erreichte und Anika Kittke (46:25,9 min/LTV Obereichsfeld) sowie Janine Thurau (52:10,6 min/TSV Neustadt) auf die Plätze verwies. Die schweißtreibenden 7,2 Kilometer bergauf meisterten 78 Läuferinnen und Läufer, 44 von ihnen aus Thüringen.

 

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