Lückenkemper im Halbfinale raus
Mit einer Einzel-Medaille über 100 Meter wird es für Gina Lückenkemper vier Jahre nach Doppel-Gold bei der Heim-EM in München nichts. Bei den deutschen Meisterschaften wurde Lückenkemper nach ihrem Zeckenbiss nur Dritte, in Birmingham war im Halbfinale mit 11,28 Sekunden und dem 15. Platz in der Gesamtabrechnung Schluss. Auch Staffel-Kollegin Rebekka Haase konnte sich mit einer schwachen Zeit von 11,36 Sekunden nicht für das Finale qualifizieren.
"Ich habe nach den deutschen Meisterschaften keinen Hehl daraus gemacht, wie die Vorbereitung verlief, deswegen bin ich echt zufrieden mit dem Rennen", sagte Lückenkemper und bekam beim Interview wie schon vor gut zwei Wochen in Bochum feuchte Augen. "Die Tränchen sind viel mehr aus Dankbarkeit. Ich bin echt zufrieden, dass ich es hierher geschafft habe. Das sind eher Tränen des Glücks gerade", erklärte die 29-Jährige.
Die Hoffnungen der deutschen Sprinterinnen liegen nun auf den Staffeln, wie auch Haase betonte. Dort gab es zuletzt mit Bronze bei Olympia in Paris und den Weltmeisterschaften in Tokio nicht unbedingt erwartete Medaillen.
Die zweimalige Europameisterin Gesa Krause qualifizierte sich über 3.000 Meter Hindernis ebenso wie die einstige EM-Zweite Lea Meyer für den Endlauf am Donnerstag.