Lehrerverband warnt Halbes Schuljahr Präsenzunterunterricht verloren

Ein leeres Klassenzimmer der Linne-Schule in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/dpa Foto: dpa

Addiert man die Zeit , die Schülerm in Deutschland wegen der Pandemie Schüler im Klassenzimmer verloren haben, kommt dabei im Schnitt ein halbes Schuljahr zusammen.

Berlin - Die knapp elf Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes seit Beginn der Corona-Pandemie auf rund die Hälfte der Schulstunden im Präsenzunterricht verzichten müssen.

Seit März 2020 seien durchschnittlich zwischen 350 und 800 Stunden Präsenzunterricht für jeden Schüler ausgefallen, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Bild". "Das ist im Schnitt wohl ein halbes Schuljahr."

Meidinger verlangte differenzierte Lösungen, um die entstandenen Lücken wieder zu schließen. Nötig seien verpflichtende Zusatzangebote im nächsten Schuljahr, nachmittags, aber auch am Wochenende und in den Ferien. "Das kann auch digitale Nachhilfe sein." Noch wisse niemand, wo angesichts des Lehrermangels die zusätzlichen Kräfte für die Lernförderung herkommen sollen. "Ohne Lehramtsstudierende und Lehrkräfte, die schon in Rente oder Pension sind, wird es nicht gehen", warnte er.

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