Legoland bei Günzburg Mehr als 30 Menschen bei Achterbahn-Unfall verletzt

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Im Legoland bei Günzburg hat sich am Donnerstag ein schwerer Unfall auf einer Achterbahn ereignet. Mindestens 30 Menschen zogen sich dabei Verletzungen zu.

Schon wieder hat sich in einem Freizeitpark in Deutschland ein schwerer Unfall ereignet – mindestens 31 Menschen wurden dabei verletzt, einer davon schwer. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall im Bahnhofsbereich einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg. Ein Achterbahnzug habe dort am Donnerstag stark abgebremst, ein weiterer sei diesem aufgefahren, berichtet die Polizei weiter. Drei Rettungshubschrauber seien im Einsatz, Feuerwehr und Rettungsdienst seien zu einem Großeinsatz ausgerückt.

Frau fällt aus Achterbahn

Einer Sprecherin des Legolandes zufolge sei der Unfall auf der Achterbahn „Feuerdrache“ passiert. Die Achterbahn führt zunächst durch einen überdachten, abgedunkelten Bereich des Parks. Im Verlauf der Fahrt geht es dann an der frischen Luft über eine Strecke mit Gefällen und einigen Kurven. Nach Parkangaben fährt die Achterbahn bis zu acht Meter pro Sekunde schnell, was rund 29 Kilometern in der Stunde entspricht. Der Freizeitpark liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu Baden-Württemberg.

Am vergangenen Samstag hatte es in einem Freizeitpark in Klotten an der Mosel in Rheinland-Pfalz einen tödlichen Vorfall bei einer Achterbahnfahrt gegeben. Eine 57-jährige Frau war aus der fahrenden Attraktion gestürzt. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Warum die Frau aus der Achterbahn stürzte, ist noch unklar. Der Park hat seit Dienstag wieder für Besucher geöffnet, die Achterbahn blieb aber zunächst stehen. Grund dafür war, dass der Landkreis den Betrieb der Bahn vorübergehend untersagt hatte.

Das Legoland war 2002 an der Autobahn 8 (Stuttgart-München) eröffnet worden. Günzburg hatte sich gegen rund 300 andere mögliche Standorte in aller Welt - darunter Tokio - durchgesetzt. Inzwischen gibt es zehn Themenbereiche mit mehr als 60 Attraktionen in dem Park. Zum Legoland gehört auch ein eigenes Feriendorf für Kurzurlauber.

Rund 1100 Mitarbeiter arbeiten im Legoland

In dem Günzburger Legoland arbeiten während der Saison rund 1100 Mitarbeiter. Nach der Eröffnung hatte der Park zunächst pro Saison etwa 1,3 Millionen Gäste vermeldet, später gab das Unternehmen keine genauen Besucherzahlen mehr bekannt.

Zum Betreiber Merlin Entertainments mit Sitz in England gehören neben dem deutschen Legoland-Park noch zahlreiche weitere Freizeitparks. Nach Angaben des Unternehmens zählen 140 Einrichtungen zu dem Konzern.

Derzeit wird in dem Legoland eine neue Achterbahn gebaut. Im kommenden Jahr soll ein neues Themengelände mit der Bahn eröffnet werden. Mit mehr als 15,5 Millionen Euro sei dieser Teil die größte Einzelinvestition des Betreibers Merlin Entertainments in den Freizeitpark seit der Eröffnung vor 20 Jahren, berichtete Legoland vor wenigen Monaten. Die neue Achterbahn soll so gebaut werden, dass auch Grundschulkinder damit fahren dürfen.

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