An der Tradition kommt bei der Kirchweih, mundartlich gerne auch Kerwa genannt, in Effelder niemand vorbei. Die Tanzlinde unterhalb der Kirche ist nicht zu übersehen und an ihr werden am morgigen Freitag auch die Fahne durch den Pfarrer und der Gießer durch die Bürgermeisterin übergeben. Heuer gibt es übrigens wieder einen selbst angefertigten, handbemalten Gießer, betont Lena Rietenbach von der Plangesellschaft. Man könnte zwar mit der Gießkanne auch die Blumen im Garten gießen, über die Kerwa hinweg spendet das Gefäß aber Gerstensaft und da wird man es wohl mit Wasser nicht „entweihen“. Und natürlich feiert man in Effelder seine Kerwa nicht irgendwann im Herbst, sondern in Nähe des Kilianstages am 8. Juli, denn an den Frankenheiligen Kilian erinnert auch das Patrozinium der Kirche. Mehr – fränkische – Tradition geht hierzulande kaum noch.