Vor der hölzernen Eingangstür des Mehrfamilienhauses in der Defreggerstraße 10 in Berlin-Treptow glänzen Stolpersteine golden in der Nachmittagssonne. Die vier kleinen Quader liegen noch nicht lange hier im Pflaster. Erst vor wenigen Tagen wurden sie feierlich verlegt. Sie tragen die Namen von früheren Bewohnern des Hauses: Else und Hermann Einhorn, Blima und Jacob Strenger. Die beiden Ehepaare sind vom NS-Regime umbracht worden. Erschossen im Wald bei Riga, zu Tode gekommen im Internierungslager, erschossen im besetzen Polen. Sie waren Juden, deshalb ließ sie das NS-Regime wie Millionen andere kaltblütig ermorden.
Lange Reise zum Gedenken Stolpersteine für die ermordeten Vorfahren
Marko Hildebrand-Schönherr 15.09.2025 - 11:19 Uhr