Landwirtschaftsschau Thüringens Rückkehr zur Grünen Woche

Noch läuft der Aufbau in der Berliner Messehallen für die Internationale Grüne Woche. Foto: dpa/Fabian Sommer

Zwei Jahre in Folge machte die Pandemie der Messe in Berlin einen Strich durch die Rechnung. Sie fand nur virtuell statt. Nun werden wieder 400 000 Besucher erwartet. Und Thüringen ist wieder mit dabei.

Endlich kann sich Thüringen wieder der Welt zeigen. Am Freitag beginnt in Berlin die 87. Internationale Grüne Woche (IGW). Bis zum 29. Januar werden nach Angaben der Veranstalter etwa 400 000 Besucher erwartet. Die Messe gilt damit als die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau.

Auch Thüringen ist nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder mit einem Gemeinschaftsstand in der Thüringen-Halle auf dem Messegelände vertreten. „Die Grüne Woche ist das Schaufenster einer leistungsfähigen und nachhaltigen Land- und Ernährungswirtschaft. Sie ist eine perfekte Plattform, um die vielfältigen attraktiven Angebote Thüringens im Bereich Land-, Ernährungs- und Tourismuswirtschaft einem internationalen Publikum zu präsentieren“, sagte Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij (Linke) am Donnerstag in Erfurt. 45 Aussteller beteiligen sich an dem Gemeinschaftsstand. Aus Südthüringen sind zum Beispiel der Heu-Heinrich mit seiner Naturkosmetik aus Neuhaus am Rennweg oder die Schmalkalder Fleisch- und Wurstwaren und Viba Sweets aus Schmalkalden vertreten.

Mit mehr als vier Milliarden Euro Jahresumsatz und mehr als 50 000 Beschäftigten ist die Land- und Ernährungswirtschaft nach Angaben der Ministerin eine der größten Branchen in Thüringen und ein starkes wirtschaftliches Standbein der ländlichen Regionen. „Unsere Thüringer Spezialitäten sind bundesweit und international bekannt. Sie tragen dazu bei, dass mehr Menschen auf unseren Freistaat aufmerksam werden und ihn als Gäste erkunden“, sagt Karawanskij. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei die Messe besonders wichtig, damit die Thüringer Aussteller ihre Produkte einem internationalen Publikum zeigen, neue Kundschaft gewinnen und sich untereinander vernetzen könnten.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow macht am Samstag seinen traditionellen Rundgang über die Messe. „Ich blicke mit großer Vorfreude auf die Grüne Woche. Bald können sich die Menschen davon überzeugen, welche großen Fortschritte die Thüringer Landwirtschaft in den vergangenen zwei Jahren in Sachen Innovation, Regionalität und Nachhaltigkeit gemacht hat. Sie ist ein echtes Aushängeschild für unser Land“, sagte Ramelow am Donnerstag.

Regionaler Schwerpunkt ist das Weimarer Land mit dem thematischen Fokus auf nachhaltigen Tourismus im ländlichen Raum. Der 1896 Quadratmeter große Gemeinschaftsstand befindet sich wieder in Halle 20.

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