Landtagswahl Voigt: CDU will AfD hinter sich lassen

Spitzenkandidat Mario Voigt will, dass die CDU bei der Landtagswahl besser abschneidet als die AfD Foto: Michael Kappeler/dpa

In Thüringen hat der Landtagswahlkampf begonnen. Was die CDU erreichen will.

 
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Erfurt (dpa/th) - CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt will seine Partei bei der Landtagswahl im September zur stärksten Kraft in Thüringen machen. "Es wird im Kern darum gehen, ob die CDU in der Lage ist, die AfD zu verhindern und die stärkste Kraft zu werden", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Meine Hauptaufgabe ist es, Thüringen wieder nach vorn zu bringen und Höcke zu stoppen." Das werde gelingen, wenn es im Wahlkampf um Thüringer Themen gehe, so Voigt. Derzeit liegt die CDU in Umfragen deutlich hinter der AfD. 

Dass die AfD bei den Kommunalwahlen schlechter abgeschnitten habe als bei den Europawahlen zeige, dass die Menschen ihr nicht zutrauten, die Probleme vor der Haustür zu lösen, sagte der CDU-Politiker und Thüringer Parteichef.

BSW-Zukunft für Voigt ungewiss 

Dazu, dass die Ampelparteien in Thüringen so schwach sind und die AfD so stark ist, sagte Voigt: "Der Osten ist keine Anomalie, der Osten ist ein Blick in die Zukunft." Ob das Bündnis Sahra Wagenknecht, das in Umfragen hinter der CDU liegt, eine langfristige Zukunft hat, ist nach seiner Meinung noch unklar.

Vor dem Hintergrund der Umfragen sei es aber eine Frage der politischen Klugheit, nicht alle Türen zu einer möglichen Zusammenarbeit mit dem BSW zu schließen. Anders als auf Bundesebene gebe es beim BSW in Thüringen vernünftige Leute und thematische Schnittmengen, etwa beim Thema Migration. 

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