Landratswahl Hildburghausen Gregor und Neonazi Frenck in Stichwahl

Sven Gregor (Freie Wähler) verfolgt die Entwicklung am Wahlabend am Tablet. Er erhielt im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. Foto: Bastian Frank

Wer neuer Landrat wird, das steht im Landkreis Hildburghausen noch nicht fest. In 14 Tagen duellieren sich die Freie-Wähler-Kandidat Sven Gregor und der Neonazi Tommy Frenck nach einem spannenden ersten Wahlgang in der Stichwahl.

 
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Wer neuer Landrat in Hildburghausen wird, das entscheidet sich in der Stichwahl am 9. Juni zwischen Sven Gregor (Freie Wähler) und dem Neonazi Tommy Frenck (BZH). Gregor, Bürgermeister von Eisfeld, erhielt im ersten Wahlgang mit 42,4 Prozent der Stimmen deutlich die meisten vor Frenck (24,9 %). Dagegen verpasste Dirk Lindner (CDU), der Beigeordnete des Landkreises, die Stichwahl überraschend mit 24,7 % denkbar knapp. Er erhielt 8359 Stimmen und damit 63 weniger als Frenck (8422 Stimmen). Die parteilose Kristin Obst (8,1 %) war chancenlos. Frenck legte gegenüber 2018, als er auf 16,6 Prozent gekommen war, deutlich zu. Die Wahlbeteiligung lag mit 67,5 % deutlich höher als 2018 (49,4 %)

Sven Gregor, der in seinem Wahlkampf mehr als 200 Kilometer durch den Landkreis wanderte, traf offensichtlich am besten den Nerv der Wähler und hat gute Chancen, der Nachfolger von Thomas Müller (CDU) zu werden. Müller durfte nach 30 Jahren als Landrat aus Altersgründen nicht wieder kandidieren. Allerdings werden die Karten in 14 Tagen neu gemischt. Dann stellt sich auch die Frage, für wenn sich die Wähler entscheiden, die im ersten Wahlgang ihr Kreuz bei Lindner oder Obst gesetzt haben und ob diese Wähler erneut zur Urne gehen, was erfahrungsgemäß in Stichwahlen mitunter nicht der Fall ist.

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