Vonseiten der Kreisbehörde gab der amtierende Landrat Jürgen Köpper den Männern aus den Wachen in Sonneberg und Neuhaus am Rennweg, Lichte und Lindenberg seine Anerkennung mit auf den Weg. Ebenso sein Dankeschön an die Familien und Angehörigen fürs Verständnis. „Hilfe zu leisten, das muss uns jetzt eine Selbstverständlichkeit sein. Wir würden sie auch brauchen, wären wir so hart getroffen.“ Die Bilder aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aus den Niederlanden und Belgien vom Not und Elend der Menschen, machen tief betroffen und berühren, sagt Köpper. „Das Leid der Leute sieht man den ganzen Tag im Fernsehen, all das Wasser in den Städten und Dörfern – der Landkreis ist euch dankbar für eure Hilfe, die ihr dort leisten werdet.“
Mit der Bitte, alle mögen aufeinander achtgeben und gesund heimkehren, verabschiedet der Vizelandrat zusammen mit Nüchterlein schließlich die Feuerwehrler. Angeführt werden sie von Andreas Hartwig, dem amtierenden Sonneberger Stadtbrandmeister, und von Sven Quade, Verbandsführer aus Lichte. Vonseiten der Kreisbrandinspektion kam im Laufe des Sonntags als dritter Regie-Geber Nüchterleins Stellvertreter Florian Eichhorn mit dem Kommandowagen hinzu. Zwei Tage im EinsatzLäuft alles nach Plan, wird es für die Sonneberger bei 48 Stunden Außenmission – gerechnet ab Ankunft am Einsatzort – bleiben. Dann soll, um der Gefahr von Erschöpfung und Überforderung die Spitze zu nehmen, ihre Ablösung erfolgen. So oder so wird der gemeinsame Blaulicht-Konvoi aus Sonnebergern und Hildburghäusern nicht das einzige Achtungszeichen aus Südthüringen sein.
Eine Spendenkampagne (Freies Wort vom Samstag) hatte das Sonneberger Landratsamt bereits aufgelegt. Und wie Köpper am Sonntagmittag gegenüber Freies Wort äußerte, stimme man sich derzeit mit dem Rot-Kreuz-Kreisverband ab was die Möglichkeit eines zusätzlichen Sachspendenaufrufs angeht. Idealerweise wird in Kürze eine Örtlichkeit bekannt gegeben, wo Dinge, an denen dringend Bedarf ist im Katastrophengebiet, entgegen genommen werden. „Das wird dann sortiert und eingepackt und zu den Menschen gebracht, die Haus, Hab und Gut verloren haben“, so Köpper.