Landgericht Mühlhausen Fretterode-Prozess: Plädoyer der Staatsanwaltschaft später

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Das Justizzentrum Mühlhausen mit Landgericht und Staatsanwaltschaft. Foto: Martin Schutt/zb/dpa

Im Fretterode-Prozess wegen eines Überfalls auf zwei Journalisten kommt es zu Verzögerungen. Der für Donnerstag geplante nächste Verhandlungstag am Landgericht Mühlhausen müsse ausfallen, sagte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag auf Anfrage.

Mühlhausen (dpa/th) - Im Fretterode-Prozess wegen eines Überfalls auf zwei Journalisten kommt es zu Verzögerungen. Der für Donnerstag geplante nächste Verhandlungstag am Landgericht Mühlhausen müsse ausfallen, sagte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag auf Anfrage. Grund sei die Erkrankung eines Mitglieds der zuständigen Kammer. Damit kann die Staatsanwaltschaft an diesem Tag nicht wie ursprünglich geplant ihr Plädoyer halten. Nach dem derzeitigen Stand soll der Prozess am 18. August fortgesetzt werden.

Die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage sind nun nach Gerichtsangaben für Ende August geplant, das Plädoyer der Verteidigung für Anfang September. "Allerdings kann in einem laufenden Prozess nicht ausgeschlossen werden, dass sich ein geplanter Ablauf ändert", teilte das Gericht mit. Zuletzt schien es möglich, dass der Prozess noch im August enden könnte. Er hatte im September 2021 begonnen.

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wirft den beiden Angeklagten vor, im April 2018 zwei Journalisten in der Region Fretterode in Nordthüringen angegriffen zu haben, ohne zuvor von ihnen attackiert worden zu sein. Dazu hätten die Angeklagten die mit einem Auto geflohen Journalisten zunächst verfolgt. Die beiden Journalisten waren bei dem Überfall schwer verletzt worden.

Beide Angeklagte waren schon in der Vergangenheit der rechtsextremen Szene zugeordnet worden - und haben das durch eigene Angaben während des Prozesses selbst bestätigt. Die Angeklagten hatten die Tat zum Prozessauftakt teilweise eingeräumt, allerdings angegeben, in einer Art Notwehr gehandelt zu haben.

 

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