Landessportschule Wasserschäden: Einige Seminare müssen ausfallen

Sandsäcke an der Landessportschule: Untrügliches Zeichen, dass hier Gewitter und Starkregen gewütet haben Foto: Landessportbund

Nach dem Wasserschaden in der Landessportschule Bad Blankenburg am Dienstagabend können die Sportstätten vorerst weiter benutzt werden. Einige kleinere Seminare müssen aber ausfallen.

Bad Blankenburg - Nach dem schweren, sintflutartigen Wassereinbruch am Dienstagabend in der Landessportschule Bad Blankenburg, durch Gewitter und Starkregen verursacht, mussten für das jetzige Wochenende einige kleinere Lehrgänge abgesagt werden, weil wegen des Schlamms und des Schmutzwassers nicht alle Seminarräume nutzbar sind. Betroffen von der Überschwemmung sind vor allem das Foyer mit dem Empfangsbereich und der Verwaltungsbereich. Teilweise stand das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch. Auch die äußeren Sportanlagen sind zum Teil betroffen.

Wie der Landessportbund (LSB) auf Anfrage mitteilte, dürfen jedoch, in Absprache mit dem Versicherer, die Anlagen und damit auch die Sportstätten zunächst weiter genutzt werden. Es sind hier also keine größeren Einschnitte zu erwarten – allerdings müssen sich die Gäste natürlich auf erhebliche Verschmutzungen wegen des Schlamms einstellen. Auch längere Wartezeiten als gewöhnlich sind möglich. Am Donnerstagmittag wurden die Sportstätten zudem auch wieder für den Vereinssport freigegeben. Für Freitag ist ein Termin mit dem Schadensbegutachter angesetzt. „Die Einschnitte sind aber geringer als vielleicht befürchtet, der Schaden wohl dennoch immens“, heißt es in einer Mitteilung des LSB.

Die Thüringer Landessportschule in Bad Blankenburg konnte nach den strengen Corona-Einschränkungen erst am 11. Juni wieder für Gäste öffnen – bei Einhaltung entsprechender Hygiene-Verordnungen – und ist auch ausgebucht.

Das Unwetter war am Dienstagabend über Bad Blankenburg hereingebrochen. „Ohne das schnelle und beherzte Eingreifen durch unsere Hotelgäste sowie die Mitarbeiter wären die Schäden weitaus größer geworden“, bedankte sich der Hausleiter Christian Müller bei den engagierten rund 80 Helfern. Diese rekrutierten sich auch aus mehreren Fußballvereinen (u. a. Regionalligist ZFC Meuselwitz), die zu dieser Zeit gerade ihre Trainingslager in der Landessportschule absolvierten. Gemeinsam mit den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr konnte so der gesamte Küchen- und Restaurantbereich vor dem eindringenden Wasser bewahrt werden. „Nur durch diesen Einsatz haben wir es geschafft, das Wasser – etwa mit Tischen, Kisten und Sandsäcken – notdürftig abzuhalten.“

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