Landesprinzenpaar: Voting Fünf Bewerber-Paare aus der Rhön

red

Der Landesverband Thüringer Karnevalvereine möchte ein neues großes und kleines Landesprinzenpaar küren. Bis Ende Dezember kann hierfür gevotet werden. Bei den insgesamt 23 Bewerbern ist auch die Rhön vertreten.

Das Landesprinzenpaar (LPP) vom Görsbacher Karnevalverein ist seit 2020 Botschafter des Thüringer Karnevals und wird damit als das LPP mit der längsten Amtszeit in die Geschichte des Landesverbands Thüringer Karnevalvereine e.V. (LTK) eingehen. „Seit dem 11.11. ist der LTK auf der Suche nach den Nachfolgern von Prinz Ralf I. und Prinzessin Mirjam I. Aber auch unter den Kleinsten möchte die LTK-Jugend ein Kinderlandesprinzenpaar proklamieren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesverbands. Dem Aufruf folgten 15 Prinzenpaare sowie 8 Kinderprinzenpaare und gaben ihre Bewerbungen ab.

Ab sofort bis zum 30. Dezember 2022 sind nun alle 334 LTK-Mitgliedsvereine aufgerufen, im Präsidenten-Voting ihren Favoriten zu bestimmen. Zusätzlich gibt es ein öffentliches Voting unter http://lpp.ltkev.de/voting sowie ein Social-Media-Voting für das Kinderlandesprinzenpaar (kLPP). Am 8. Januar 2023 findet die Inthronisierung des LPP statt. „Wo, ist noch offen. Denn dies wird im Heimatort des zu kürenden Landesprinzenpaares sein“, schreibt der Landesverband. Sobald die Tollitäten in Amt und Würden sind, werden sie zu vielen Veranstaltungen im ganzen Thüringer Narrenland eingeladen, mit dem LTK nach Berlin fahren und am Fastnachtsdienstag vom Ministerpräsidenten empfangen, bevor es am Abend des Veilchendienstags zum Ausklang der Saison zum Vereinsfasching nach Hirschberg geht. Dort feiern über 30 Vereine aus Franken, Sachsen und Thüringen den Abschluss der närrischen Tage.

Bei der Bewerbung zum Landesprinzenpaar wurden den Prinzessinnen und Prinzen drei Fragen gestellt: „1. Warum solltet gerade ihr Landesprinzenpaar 2023 werden? 2. Was ist das Besondere an deiner Prinzessin? 3. Was zeichnet deinen Prinzen aus?“ Die Kinderprinzenpaare wurden in der Ausschreibung um eine kurze Vorstellung gebeten.

Der Carneval Club Vacha schickt beide Prinzenpaare ins Rennen. Prinzessin Lavina I. und Prinz Dominik I. beantworten die drei Fragen so: „1. Weil wir auch in den schweren Zeiten (Pandemiezeiten) bewiesen haben, dass wir den Karneval nicht verlernt haben. 2. Meine Prinzessin brennt so für den Verein, dafür gibt es keine Löschmittel. 3. Seine aufopferungsvolle Hingabe dem Verein gegenüber.“ Kinderprinz Theo I. und Kinderprinzessin Paula I. erklären: „Wir sind im Post-Corona-Jahr das neue Vächer Kinderprinzenpaar. Ihr fragt euch sicher: Wie heißen wir beiden? Prinzessin Paula die 1. und Prinz Theo der 1. nennt man uns in diesen Zeiten. Wir kommen aus Vacha im Werratal, hier feiern wir ausgelassen den Karneval. Unser CCV ist der geilste Verein, was nirgendwo geht, hier kann es sein. Ob Büttenrede oder Gardetanz, der Karneval bestimmt unser Leben voll und ganz. Das Landeskinderprinzenpaar wollen wir werden, weil Fasching ist der größte Spaß auf Erden! Darum reiten wir durch Thüringen auf unseren Pferden! Wir grüßen alle Narren landauf und landab, bitte gebt eure Stimmen für uns ab!“ Paula Adler ist 12 Jahre und Theo Müller 13 Jahre alt.

Mit beiden Prinzenpaaren ist auch der Karneval Club Unterbreizbach 67 vertreten. Prinz Sirko I. und Prinzessin Julia II. beantworteten die Fragen wie folgt: „1. Um die Tradition in der Familie beizubehalten, ist es uns wichtig, Landesprinzenpaar zu werden. Für uns bedeutet Karneval Gemeinschaft und am besten können wir das mit allen aus Schlehnbachshausen. 2. Meine Prinzessin zeichnet aus ihr Mut, Willen und ihr großes Herz, an meiner Seite zu stehen als meine und Landesprinzessin. Denn wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, steht sie zu tausend Prozent dahinter. 3. Meinen Prinzen zeichnet seine sturköpfige Art und Weise aus. Wenn er ein Ziel verfolgt, wird dies auch erreicht! Mich zu motivieren, schafft er besonders gut, indem er seine leuchtenden Augen funkeln lässt.“ Kinderprinz Romeo und Kinderprinzessin Thara stellen sich ebenfalls vor: „Hallo, liebe Narrenschar, wir sind das Kinderprinzenpaar des KCU 67 e.V. aus Unterbreizbach. Ihre Tollität Kinderprinz Romeo der Erste von Schlehnbachshausen und seine Lieblichkeit Kinderprinzessin Thara die Erste von Schlehnbachshausen führen die kleine Narrenschar unter dem Motto ,Schlehnbachs größtes Glück, die Narren sind zurück’ in der 54. Saison an.

Ich bin Kinderprinz Romeo I. (Romeo Aßmus) und 12 Jahre alt und seit 5 Jahren aktiv im Karneval dabei. Egal ob Lausbuben (Jungentanzgruppe), die Unbeweglichen (Männertanz) oder Prinzengarde – ich bin für alles zu haben und seit 3 Jahren tanze ich sogar mit meiner Kinderprinzessin zusammen als Tanzpaar. Ich, Kinderprinzessin Thara I. (Thara Adler) bin 9 Jahre alt und seit ich denken kann aktiv im Verein. Meine ersten Schritte habe ich im Training unserer Prinzengarde gemacht und seitdem tanze ich auch für den KCU. Die ersten Auftritte hatte ich mit 5 bei den Tanzmäusen, jetzt tanze ich bei den Zuckerpuppen und mit meinem Prinzen als Tanzpaar.

Da wir zwei nicht nur auf der Bühne harmonieren, sondern auch als Freunde durch das Leben gehen, sind wir genau die Richtigen für die Wahl zum Landeskinderprinzenpaar. Wir können zeigen, dass uns Tanz und Freude nicht nur während der offiziellen Karnevalssaison auf der Bühne begleiten, denn wir arbeiten das ganze Jahr über für den Karneval. Denn nach der Saison ist vor der Saison.“

Für den Dorndorfer Karneval Club tritt das Kinderprinzenpaar an. Prinz Florentin der I. und Prinzessin Amelie die I. stellen sich vor: „Nach Jahren der Stille wurde unser Traum endlich wahr, wir wurden Dorndorfs neues Kinderprinzenpaar. Als ,Prinzessin Amelie die 1., von der Residenz am Fuße der schönen Fühnau’, dürft ihr mich kennen und ,Prinz Florentin der 1., kleiner Hillson aus dem fröhlichen Ackerhänseland’ darf man unseren Prinzen nennen. Meiner Prinzessin wurde der Karneval, wie soll es anders sein, in die Wiege gelegt. So hat sie sich bereits als Ungeborenes auf der Bühne kräftig mitbewegt. Das Zepter bekam mein Prinz von seinem Bruder in die Hand, nun wollen wir gerne regieren über das ganze Thüringer Kindernarrenland. Um aus dem kleinen Dorfe über ganz Thüringen zu regieren, würden wir uns von unserer besten Seite präsentieren. Dieses Amt wäre für uns ein wahrer Segen und perfektioniert unser bescheidenes Narrenleben.“

 

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