Die beiden Ortsausgangsschilder stehen nebeneinander, die sonst üblichen Entfernungsangaben am gelben Schilden fehlen, denn da wo Sonneberg aufhört, beginnt Neustadt bei Coburg – oder umgekehrt. Selbstverständlich ist das alles nicht, denn bis zum 12. November 1989 verlief am Flurteil „Gebrannte Brücke“ eine unüberwindbare Grenze. Die ist mittlerweile bald 35 Jahren Geschichte und beide Gemeinwesen sind nicht nur räumlich zusammengerückt. Durch die Nähe Sonnebergs zum bayerischen Nachbarn Neustadt bilden die beiden Städte eine sowohl urban als auch wirtschaftlich zusammenhängende Einheit, beide sind zudem Teil der Metropolregion Nürnberg und unweit von touristischen Zielen wie dem Thüringer Schiefergebirge oder dem Frankenwald gelegen. An den sprichwörtlichen „Pfunden“, mit denen zu „wuchern“ wäre dürfte gemeinschaftlich kein Mangel herrschen. Den Charme, des Fußes in thüringischen und bayerischen Türen haben sie in beiden Rathäusern längst erkannt.